Von Karlsruhe zum Lampertheimer Altrhein

09. – 11. September      Tag 34 – 36

Unsere vorletzte Etappe führte uns nur 40 Kilometer weit, bis zur Marina in Speyer. Wir halten dort gern, der Yachthafen liegt direkt an der Stadt und man ist mit kurzen Wegen schnell dort. Beim Anmelden wurde uns unsere Box zugewiesen und kurz darauf lagen wir fest.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang durch die Stadt und einem Aufenthalt im „Domhof“. Es war viel los im Ort, in den Eiscafés war kaum noch Platz zu bekommen. Nach der ganzen Ruhe der letzten Wochen tat die Lebendigkeit auch mal ganz gut.

Am nächsten Tag genossen wir die Sonne im „Café Hammer“, bei typisch Pfälzer Leckereien.

Der Speyerbachbrunnen fasziniert mich immer wieder.

Es war ein Samstag als wir unsere Leinen losmachten und die letzte Etappe unserer Tour angingen. Weit war es nicht mehr und gegen Mittag konnten wir in den Lampertheimer Altrhein einbiegen.

Eine halbe Stunde später lagen wir fest am Steg.

Unsere Reise endete nach 5 Wochen, 745,3 Kilometern, 87 Schleusen, 2 Tunnel und 1 Schiffshebewerk.

Vom „Marina Port“ zum MC Karlsruhe

08.September 2021        Tag 33

Im großen Altrhein, dem Port d´Offendorf, lagen wir sehr schön beim „Marina Port“ und entschlossen uns spontan einen Tag anzuhängen. Mit unseren Klappis konnten wir zum Einkaufen fahren. Das allerdings gestaltete sich etwas abenteuerlich. Die Marina liegt ziemlich abseits, daher sehr schön und ruhig im Grünen, aber zum Einkaufen fährt man locker mal 10 Kilometer. Unser Navi tat sein Bestes um uns mitten durch den Wald zu schicken. Wir mussten die Schleuse Gambsheim überqueren, damit auch die Grenze nach Deutschland. Damit wurde das Fahrradfahren nicht ganz ungefährlich, wir befanden uns auf einer vielbefahrenen Straße mit hohem LKW Verkehr und plötzlich hörte der Radweg auf. Uns blieb nichts anderes übrig als schnellstens die Brücke zu überqueren und in eine Seitenstraße einzubiegen, in der auch gleich der Lidl war.

Zum Glück kamen wir auch zurück ohne Unfall, aber mit vollbepacktem Rucksack und auf den Gepäckträger geschnallten Getränken. Wir freuten uns mal wieder mit frischem Gemüse und Fleisch kochen zu können, dafür hatte sich das Abenteuer gelohnt.

Am nächsten Morgen erreichten wir schon gegen 10 Uhr die Schleuse in Iffezheim, unsere Letzte auf dieser Tour. Ohne Wartezeit durften wir ganz alleine in die riesige Schleusenkammer und noch einmal den Luxus von Schwimmpollern genießen.

Weiter ging es den Rhein hinunter der nach der Schleuse mit sehr viel Strömung floss. Beim Betrachten dieser Kraft und dem Rückblick auf die hinter uns liegenden 87 Schleusen fiel eine Planänderung: wieder würden nächstes Jahr wieder den Rhein runter bis ins Ijsselmeer fahren. Der englische Kanal kam mir plötzlich gar nicht mehr so furchtbar vor. Wir würden sehen, aber hier wieder gegen den Strom zu fahren wollten wir weder uns noch unserem Boot antun.

Gegen Mittag lagen wir am Steg des MC Karlsruhe fest.

Von Souffelweyersheim nach Port d´Offendorf

06.September 2021        Tag 31

An diesem Morgen hieß es für uns zuerst einmal zurück fahren um die Leine zu betätigen. Da eine Peniche kurz vorher aus der Schleuse gefahren war mussten wir nicht warten und fuhren 20 Minuten nach dem Ablegen vom Kai aus der Schleuse.

Die Landschaft veränderte sich, es wurde offensichtlich, dass wir uns einer größeren Stadt näherten. Hohe Wohnhäuser säumten die Ufer, wir näherten uns Straßburg.

Nachdem wir die letzte Schleuse des Rhein-Marne Kanals, die Nummer 51, passiert hatten fuhren wir durch einen Teil der Stadt.

Auf dem Weg zum Rhein lag nur noch die Schleuse Nord vor uns. Eine große Schleusenkammer mit 125 * 13,5 m. Leider war die Hubhöhe nirgendwo zu finden. Lange warten mussten wir nicht und bekamen, zusammen mit einer Schweizer Segelyacht, alleine Luxusschleusen. Wir machten fest und warteten gespannt darauf was passiert, aber irgendwie tat sich nicht viel und kurz darauf öffnete sich schon das Tor. Sie hat eine Fallhöhe von ungefähr 20 Zentimeter!

Fünf Minuten später erreichten wir den Rhein, bei Rhein KM 295,6. Ab dann wurden wir merklich schneller. Mit knapp 14 km/h machten wir Meter.

Gegen 11 Uhr erreichten wir die Großschleuse Gambsheim, mit einer Fallhöhe von 10,35 m. Aber bei beidseitigen Schwimmpollern kein Problem, vor allem da wir wieder nur mit 2 Sportbooten in der Schleuse waren.

Buddy fand die Geräusche die der Poller machte so gar nicht lustig.

Etwas später machten wir am Gaststeg des „Marina Parks“ im Port d´Offendorf fest, wir hatten uns telefonisch vorher angekündigt.

Von Wattenheim-sur-zorn nach Souffelweyersheim

05.September 2021        Tag 30

Das sonnige Wetter blieb uns weiterhin erhalten und es wurde tagsüber immer noch schön warm. Nur die Nächte waren schon recht frisch weshalb wir immer darauf achteten, dass wir Strom bekamen, wenn wir über Nacht festmachten. So konnte der Heizlüfter im Boot eine angenehme Temperatur halten.

Weiter ging es durch viel Grün. Buddy bellte hier einen Hund an, der sich allerdings auf dem gegenüberliegenden Ufer befand ….

Im Handbuch war eine Drehbrücke beschrieben die durch eine Ampel geregelt sein sollte. Als wir ankamen ging das Licht auf Grün aber die Brücke scheint im Moment repariert zu werden.

Nach nur 16 Kilometern und 6 Schleusen erreichten wir Souffelweyersheim und machten am Kai fest.

Das mit dem Strom konnten wir hier vergessen, der war nur mit 6 Amp. abgesichert. Nur eine der Steckdosen funktionierte, bei den anderen waren die Sicherungen rausgeflogen.

Vor dem Hafen befand sich wieder eine Leine zum Ziehen, mit der man die Schleuse aktiviert.

Eine sehr ausführliche Infotafel war am Kai angebracht.

Von Saverne nach Wattenheim-sur-zorn

04.September 2021        Tag 29

Es erschien uns eine gute Sache das wir an diesem Samstagmorgen in Saverne ablegten. Plakate hatten für den Abend Bandmusik angekündigt, direkt vor dem Steg an dem wir lagen. Ne, das musste nicht sein.

Die Sonne meinte es wieder sehr gut mit uns und mit 10°C war es nicht mehr ganz so kalt wie in den letzten Tagen morgens.

Diesmal mussten wir eine Schleusenkette mit Hilfe einer Leine aktivieren, die über den Kanal hing. Danach öffneten sich die Schleusen dieser Kette automatisch für uns, wenn wir einen bestimmten Punkt vor der Schleuse passiert hatten. Feine Sache so etwas.

Nach 20,5 Kilometern und 12 Schleusen erreichten wir den Sportboothafen von Wattenheim-sur-zorn und machten am Kai fest.

Ein Spaziergang zeigte uns einen kleinen Ort in dem es wieder nichts einzukaufen gab und nicht wirklich viel los war.

Eines der Häuser war toll bemalt.

Von Lutzelbourg nach Saverne

02.September 2021        Tag 27

Um kurz nach 8 Uhr verließen wir den Kai von Lutzelbourg, die Sonne kämpfte sich schon langsam durch den Nebel und wieder war es mit 8°C Außentemperatur recht frisch. Über Funk meldeten wir uns wieder bei der Zentrale an, nach einer viertel Stunde waren wir aus der ersten Schleuse des Tages wieder heraus und weiter ging die Fahrt durch sehr viel Grün.

Vor einer der Schleusen mussten wir warten, da ein Charterboot uns entgegenkam.

Wir hatten 10 Kilometer zu fahren und insgesamt 10 Schleusen zu bewältigen.

Erwähnenswert ist da eigentlich nur die Schleuse 30/31 die eine Fallhöhe von 5,43 m hat und das ist die Schleuse vor Saverne.

Fährt man aus dieser heraus kommt ein gerader Kanal bis zur Marina.

Diese war ziemlich voll und wir hatten Glück das wir einen Platz an einem der langen Außenstege ergattern konnten, ansonsten wäre wieder das Problem mit den viel zu kurzen Fingerstegen gewesen.

So aber entschieden wir uns für zwei Tage zu bleiben und uns die Stadt ein wenig anzuschauen.

Von der Marina aus hat man einen Logenplatz mit Blick auf das Alte Schloss.

Auf dem Weg in den Ortskern kamen wir an einem Eingang zu einem Bad vorbei, wobei dieses wohl nicht mehr existiert.

Ein Typhon Alarm auf einem der Häuser wird im Notfall wohl von allen gehört.

Die bunten Wege fallen sofort auf, bei einem Spaziergang durch den schönen Ort.

Das Einhorn ist das Emblem der Stadt Saverne.

Die Promenade an der Marina ist von wunderschönen Bäumen gesäumt welche viel Schatten bieten.

Am Freitagabend hatten wir das Glück den „Flammkuchentag“ des gegenüberliegenden Restaurants mit zu bekommen. Ein Stand machte an diesem Abend Flammkuchen auf Holzfeuer und der Andrang war groß. Wir holten sie uns an Bord, da ein Sitzplatz im Schatten nicht mehr zu bekommen war. Sie waren, mit 9,50€ nicht gerade preiswert, aber sehr lecker.

Von Niderviller nach Lutzelbourg

01.September 2021        Tag 26

Unser Aufenthalt in Niderviller hatte sich doch auf drei Nächte ausgedehnt, wir nutzten die Zeit um Wäsche zu waschen und im 5 Kilometer entfernten Lidl einzukaufen. Die Pause tat uns gut und so waren wir frisch als wir am Mittwoch den 1.September morgens um 8 Uhr am Kai losmachten. Vor uns lag eine aufregende Strecke. Es war nur 8°C warm und leicht nebelig, aber die Sonne zeigte sich schon durch die Nebelfelder, es versprach schön zu werden.

Schon kurz darauf erreichten wir die Stelle an der die Boote die die Tunnelstrecke vor sich hatten, von der Aufsicht registriert werden. Für uns kam ein grünes Licht und so konnten wir gleich weiterfahren.

300 Meter weiter befand sich die Einfahrt in den 475 m langen Tunnel Niderviller vor uns.

Nach 11 Minuten konnten wir ihn schon wieder verlassen, ohne besondere Vorkommnisse, Die Tunnel sind 3,70m hoch und das Kanalstück ziemlich eng.

Darauf folgte ein offenes Kanalstück zwischen den beiden Tunnel. Beide werden mit einer Signalanlage geregelt. Die war auch kein Problem, auch am zweiten Tunnel hatten wir grünes Licht. Vor uns allerdings eine sehr langsame Peniche, die gerade mal mit 1,6 km/h fuhr. Bei der Geschwindigkeit hatten wir kaum noch Ruderwirkung. Mit gemischten Gefühlen sahen wir dem zweiten Tunneleingang entgegen.

Der Tunnel Arzviller hat immerhin eine Länge von 2306m.

Was noch dazu kam war die Tatsache, dass die Luft in diesem Tunnel sehr warm war was zur Folge hatte, das innerhalb von Minuten die Fenster komplett beschlagen waren. So war nichts zu sehen und ich putzte ständig die vorderen Fenster, damit Bert überhaupt etwas erkennen konnte. Nach einer viertel Stunde war klar: so konnte das nicht weitergehen. Wir mussten der Peniche Vorsprung lassen um die erlaubten 4 km/h fahren zu können und die Gewalt über die Ruderanlage zurück zu bekommen. So machten wir am Rand des Kanals fest und warteten. So hatten die Fenster auch Zeit sich zu erwärmen und der „Durchblick“ war wieder gegeben.

Das Spielchen machten wir dreimal und hatten, nach 46 Minuten tatsächlich das Ende des Tunnels erreicht.

Knapp 4 Kilometer ging es nun den Kanal entlang. An den Ufern sahen wir große Befestigungsmauern die den Hang stützen sollten.

Dann erreichten wir den Warteplatz des Schiffshebewerks von Arzviller. Da wir keine Ahnung hatten wie es hier weitergeht machten wir erst einmal am Rand fest. Ein winkender und irgendwas rufender Mann am anderen Ufer fiel uns erst danach auf. Wir sollten gleich mit hineinfahren. Also wieder losmachen und auf in das nächste Abenteuer.

Innen machten wir direkt hinter einem Ausflugsboot fest und schon schloss sich hinter uns eine Tür. Von oben sah es beachtlich auch, welche Höhe wir überwinden würden.

In aller Gemütsruhe konnten wir beobachten wie das Bauwerk seine Arbeit aufnahm. Es ist wirklich ein Erlebnis.

Unten angekommen überlegten wir uns, wie weit wir noch fahren sollten. Aber in absehbarer Nähe war, für uns, keine Möglichkeit zu übernachten. Also weiter fahren.

Drei Schleusen folgten noch, aber ab jetzt konnten wir hinunter schleusen, was die ganze Sache sehr vereinfacht.

Es gibt mehrere Schleusenketten, die erste von Nummer 18 bis 23. Nach der dritten, also der Nummer 20 erreichten wir den Hafen Port Amont de Lutzelbourg. Für uns das Ende der heutigen Strecke. Wir meldeten uns, per Funk bei der Schleusenkontrollstelle ab.

Den Ort erreicht man nach wenigen Gehminuten und wir bekamen frische Hähnchenspieße und leckere Bratwurst zum Grillen in einem kleinen Lebensmittelladen, sowie frisches Mohn Baguette beim ansässigen Bäcker.

Die Sonne strahlte von blauem Himmel und wir genossen einfach mal durch einen Ort zu schlendern in dem nicht alles zu hat.

Von Port Houillion nach Niderviller

29.August 2021                Tag 23

Als wir morgens in Houillon vom Steg los machten erwartete uns ein Tag der keine Schleuse hatte, was ein Luxus. Nach nur etwas über einem Kilometer erreichten wir die Kreuzung des Saarkanals mit dem Rhein-Marne Kanal.

Für uns ging es in Richtung Straßburg weiter, bei Kilometer 227.6.

Die Kilometerzählung ging ab dem Zeitpunkt wieder aufwärts, während wir ab dem Punkt abwärtsfuhren. Kilometerschilder sind an dem Kanal allerdings eine Seltenheit.

Der Kanal selber ist auch nicht breiter als der Saarkanal, also ging es in gewohntem Zuckeltempo weiter. 8 km/h sind erlaubt.

Das Bild entstand, nachdem wir die Engstelle passiert hatten. Schallsignal war davor zu geben und das war auch nötig. Zu sehen war in der Dunkelheit dieses „Tunnel“ sehr wenig und begegnen wollten wir sicher keinem dort. Also tuteten wir kräftig, alle paar Meter. Kann sein, dass sich die Vögel ein wenig erschrocken haben, außer denen war nämlich niemand anderes zu sehen.

Wieder einmal überquerten wir eine Brücke, diesmal gab es sogar eine Infotafel davor.

Gegen Mittag erreichten wir den Sportboothafen Niderviller und machten am dortigen Besucher Kai fest.

Wir wurden sehr nett empfangen, die Umgebung war schön um spazieren zu gehen und wir entschieden uns mal einen Tag Pause zu machen. Zumal fing es an zu regnen und wurde ziemlich kühl.

Von Mittersheim nach Port Houillon

28.August 2021                Tag 22

Dieser Tag würde anstrengend werden, vor uns lag eine Schleusentreppe mit 13 Schleusen. Das war der Grund gewesen, warum wir in Mittersheim einen Stopp eingelegt hatten.

Um 8:15 Uhr legten wir am Steg ab und warteten dann vor der Schleuse 13 um als erste zu fahren. An sich ein guter Plan, nur klappen muss er. Direkt hinter der Schleuse lag ein Charterboot am Ufer welches sofort los machte, als es uns sah. Damit hatten wir sie direkt vor uns und mussten die Schleuse jedes Mal wieder herunterholen. Nun gut.

Dafür fing der Tag mit einem anderen positiven Erlebnis an: unser Plotter zeigte wieder etwas an und das AIS funktionierte wieder, eine Peniche mit sendendem AIS lag vor der Schleuse.

Die Schleusen folgten Schlag auf Schlag, teilweise lagen nicht einmal mehr 500 Meter zwischen ihnen.

Irgendwann fuhren wir direkt an einem See vorbei, das ist wohl ein großes Wassersportgebiet.

Gegen 11:30 Uhr fing es auch noch an zu regnen und alles war ziemlich eng.

Um 13:15 Uhr waren wir in der Schleuse 1 und durften die Fernbedienung abgeben. Erst nachdem diese in einem Schacht verschwunden war öffnete sich das Schleusentor.

Eine halbe Stunde später hatten wir den Sportboothafen Port Houillon erreicht. Wir waren ziemlich kaputt und hatten überlegt, ob wir einen Ruhetag einlegen sollten. Allerdings kamen dann die Stege dort. Diese sind dermaßen kurz, das wir kaum von Bord kamen. Bert musste Buddy vorn herunterheben, ich selber habe mir an dem Tag die Turnerei gespart und blieb an Bord.

Immerhin konnten wir unser Wasser auffüllen, man war auch sehr freundlich und half gern beim Anlegen.

Von Harskirchen nach Mittersheim

27.August 2021                Tag 21

An diesem Freitag lag keine lange Strecke vor uns. Wir hatten nur etwa 13 Kilometer und 4 Schleusen bis zu unserem nächsten Hafen.

Gleich nach der ersten Schleuse des Tages, die Nummer 17, begleiteten Seerosen unseren Weg. Zum Glück war der Saarkanal nicht wirklich zugewachsen oder mit Gras gefüllt. Somit hatten wir keine Probleme beim Kühlwasser. Unser tapferer Motor brubbelte immer fein vor sich her.

Die Seekarte auf dem Plotter zeigte allerdings zwischenzeitlich nichts mehr an, wir fuhren wirklich durch die „Pampa“. Auch unser AIS funktionierte nicht mehr. Das führte zu etwas Hektik, bis uns einfiel das wir genau die gleiche Situation schon einmal hatten, auf der Überfahrt von den Kanaren auf die Kap Verden: kein AIS mehr und Fehlermeldung im Plotter.

„Verbindung verloren“

Die Ursache damals war einfach: es gab kein AIS Signal mehr in erreichbarer Nähe. Wir hofften, das sich das Gleiche auch diesmal als Ursache herausstellen würde.

Weiterhin ging es durch viel Grün.

Schon gegen 11 Uhr erreichten wir Mittersheim, unser Tagesziel. Hier sollte es einen kleinen Laden geben in dem wir einkaufen wollten, vielleicht war ja an Fleisch oder frisches Gemüse zu kommen.

Der Ort selber machte eher den Eindruck, als schliefe hier alles. Was scheinbar auch nicht ganz verkehrt war, der Laden jedenfalls hatte geschlossen.

Also wieder zurück, mit leerem „Hacki“.

Der Sportboothafen in Mittersheim war nicht gerade überlaufen.

Am Nachmittag hatten wir noch einen Besucher an Bord. Ziemlich groß das Tier.

Gegen Abend gab es dann noch eine positive Überraschung. Ein Klingeln war plötzlich zu hören, was uns sehr an Laranjeiras erinnerte, dort gab es immer etwas zu kaufen, wenn solch Klingeln zu hören war. Hier war es das Gleiche: ein Verkaufswagen mit Fleisch und Wurst parkte am Steg. Damit wurde der Speiseplan des Abends umgeworfen und wir hatten leckere Hähnchenspieße auf dem Grill.