Masten in Strijensas

Nachdem wir das Wochenende etwas ausgespannt hatten ging es Montagmorgen an den Kran. Um 8 Uhr waren wir die ersten für den Tag und konnten gleich beginnen. Mit dem Kran sollten die Masten von Bord gebracht werden, das Radargerät samt Halterung noch an den Besan verbaut und beide Masten soweit vorbereitet das sie an Bord gestellt werden konnten. Klingt alles ziemlich locker, erwies sich jedoch als schweißtreibende, anstrengende Arbeit.

Der Kran ist per Hand zu bedienen, also immer schön kurbeln.

 

Gegen Mittag waren wir soweit, dass der Großmast am Kran hing und wir ihn langsam an Bord bringen konnten. Als er stand waren wir eigentlich schon bedient für den Rest des Tages und fragten uns: wer kommt auf die Idee sich ein Boot mit zwei Masten zu kaufen??

So dauerte es nochmal einige Zeit, bis wir auch den zweiten Mast stehen und stabilisiert hatten.

Nach geschlagenen 7 Stunden, ohne Pause zu machen, kamen wir zurück in unsere Box. Das Verlegen des Radarkabels und das Anbringen der Bäume musste warten.

Am nächsten Morgen sah unser oberer Salon dann schnell aus wie eine Werkstatt. Zum Glück hatte einer der beiden Voreigner ein Radarkabel verlegen lassen welches wir nur „nur“ noch austauschen mussten.

Aber gegen Mittag funktionierte unser „neues“ Radar.

Die Genua, also das Vorsegel, brachten wir noch an, alles andere musste auf den nächsten Tag warten.

Beim Anbringen des Großsegels mussten wir uns mit der uns völlig unbekannten Weise vertraut machen. Statt einer Ketterleiste im Baum befinden sich hier auch Mastrutscher.

Immerhin gibt es eine Möglichkeit zu reffen, allerdings sieht es so aus, als müsste man dafür auf das Dach klettern. Wir werden sehen…

Auch das Besansegel, das ist das kleinere Segel an dem hinteren Mast, brachten wir an und wurden wieder mit etwas konfrontiert was völlig neu für uns ist. Es ist ein Rollbaum, allerdings wird das Segel nicht, wie heute üblich, in den Baum gerollt, sondern drumherum. Dazu muss jeder einzelne Mastrutscher aus dem Mast heraus..

Leider war die Kranaktion damit noch nicht beendet. Wir mussten feststellen, dass unsere Windanzeige nicht funktionierte. Es half nichts, da musste etwas Neues her. Von SVB Bremen kam innerhalb von 3 Tagen eine neue Anlage, die „nur“ noch eingebaut werden musste.

Also wieder einmal zum Kran. Bert kletterte nach oben, dort mussten der neue Geber installiert werden und ein neues Kabel musste durch den Mast nach unten. Mit Hilfe einer Pilotleine, die wir mit dem alten Kabel eingezogen hatten stopfte Bert von oben das Kabel, während ich von unten zog. Mehr als 3 cm pro Zug ging aber nicht, so vergingen 2 Stunden bis wie die 10 Meter verlegt hatten.

Aber es funktioniert jetzt.

Nun waren wir fertig aufgetakelt uns es konnte weiter gehen.

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1 Antwort zu Masten in Strijensas

  1. Andreas Förderer sagt:

    Sind ja doch allerhand Segelfläche.Damit werdet ihr bestimmt bei einem dreier Wind bei
    halben oder raumschots Kurs rund sieben Knoten laufen.
    Danke für das hautnah Miterleben eurerMaststellungen. Vor dem Bildschirm sieht das alles entspannt aus.
    Weiterhin schöne Fahrt wünscht euch Andreas.

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