Hapiness

Nachdem wir uns entschlossen haben, dieses Jahr nicht los zu fahren musste etwas passieren. So ganz ohne Boot, direkt am Rhein.. das geht gar nicht.

Wir haben lange geschaut und sind einige 100 Kilometer gefahren. Dann endlich haben wir gefunden, was wir gesucht haben. In der Nähe von Freiburg fanden wir unsere „Hapiness“, ein Glastron Motorboot.

Unser Glück ist, das wir sie im WSVB unterbringen können. Die ersten Fahrten auf dem Rhein haben wir schon, mit viel Spaß, gemacht.

Wir freuen uns auf den Sommer.

Endlich weiter aufräumen

So langsam wird es wohnlicher. Die Gardinen werden angebracht und schon wirkt das Ganze nicht mehr wie eine Baustelle.

Das Bad

Die Küche

Löschdecken haben wir uns besorgt und angebracht. Wir hoffen, sie nicht zu benötigen, aber man weiß ja nie.

Die Heckkabine bekam einen neuen Solarlüfter, der Alte hatte den Geist aufgegeben.

Nachdem wir groß Saubergemacht hatten nahmen wir die ersten Kissen mit, für den kleinen Sitz oben im Salon. Die anderen Polster sind noch daheim und warten auf den Einsatz.

Auch der neue Teppichboden fand, probehalber, seinen Platz. In der Bugkabine haben wir Antirutschmatten angebracht.

Matratzen, Teppich und endlich … aufräumen

In den letzten Wochen waren wir doch noch recht fleißig. Unsere neuen Matratzen sind fertig und sehen gar nicht zu schlecht aus.

Danach konnten wir auch das „Primaklima“ zuschneiden. Dies kommt unter die Matratzen und soll Staunässe verhindern. Ebenso fertigten wir einen Matratzenschutz, aus Molton, an. Der lässt sich schneller durchwaschen als Matratzenbezüge.

Nachdem tatsächlich die Baumärkte wieder geöffnet hatten nutzten wir die Zeit und besorgten uns Auslegeware. Anhand der alten Teppichstücke wurden die Neuen abgemessen und geschnitten. Nun hoffen wir, dass auch alles passt.

An Bord ging es ans Aufräumen und saubermachen. So langsam müssen wir Grund reinbekommen. In der Heckkabine kamen die ersten Gardinen an ein Fenster.

Unsere Entscheidung für dieses Jahr ist auch gefallen, wir werden nicht losfahren. Da wir nicht sicher sein können, wie weit wir kommen ohne das uns eine Coronaverordnung irgendwo festhält haben wir unsere Abfahrt um ein Jahr verschoben. Dieses Jahr wollen wir den Sommer nutzen um zu testen und evtl. die Sauerkrauttour zu fahren. Dazu kann sie ins Wasser und kommt danach wieder an Land.

Im WSV Bergstraße fühlen wir uns sehr wohl und freuen uns auf den Sommer in Lampertheim. Damit uns nicht langweilig wird gucken wir im Moment …. Naja, dazu beim nächsten Mal mehr 🙂

Matratzen

Neue Matratzen braucht der Mensch … Ja wir auch. Nachdem keine Standartmatratze in unsere Koje passt und wir das Ganze auch händigen müssen entschlossen wir uns, das Ganze in Eigenregie zu machen. Kosten sparen war auch einer der Gründe. Auf der Messe im letzten Jahr hatten wir Angebote für Matratzen eingeholt und schnell wieder verworfen, die Preise waren ziemlich unverschämt. Auch auf der Anjuli Nui hatten wir Matratzen anfertigen lassen, aber 2020 lagen die Preise um ein Dreifaches höher.

Im Internet kamen wir auf die Seite von Topschaum.de, dort konnten wir nicht nur Schaumstoff bestellen der zugeschnitten wurde, auch bekamen wir verschiedene Stoffe die wir testen konnten.  Auch eine gute Beratung war zu bekommen und wir konnten uns unter den verschiedenen Schaumstoffen etwas vorstellen. Dann, endlich, kamen die Pakete.

Die drei Schaumstoffteile sahen gar nicht so schlecht aus und wir verfrachteten sie ins Auto um an Bord noch anpassen zu können.

Zu Hause ging es dann daran den Stoff für das erste Stück zuzuschneiden.

Und zu nähen

Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, es schaut aus wie eine echte Matratze 🙂

Starterbatterien und „Land unter“

Bevor wir die zweite Starterbatterie einbauen konnten musste der Geber vom Echolot endlich seinen Platz finden. Er sollte unter die Batterien kommen und wir gingen an den ungeliebten Teil: man schneide ein Loch in sein Boot. Innerhalb einer halben Stunde hatten wir den ersten Lochkranzbohrer geschrottet. Ihm folge, in den nächsten Tagen ein Zweiter und erst dann bekamen wir ein Loch in den Rumpf welches den Geber aufnehmen konnte. Das Laminat dort hat eine Dicke von 2,5 cm.

Danach konnten beide Starterbatterien eingebaut werden. Auch unter diese kamen Antirutschmatten. Nachdem wir an so einige Plätze solche Matten legen wollen haben wir uns eine große Rolle gekauft und dürfen nun abschneiden …

Die Zweite Batterie ist exakt die Gleiche wie wir damals neu gekauft hatten.

In der Zwischenzeit kam das Rheinhochwasser und im WSV hieß es „Land unter“. Das bedeutet auch, dass wir im Moment nicht im Wohnwagen übernachten können da die Wohnis alle abgezogen werden mussten.

Batterien und diverse Kleinigkeiten

Mit unseren Leinen hatten wir uns auch 3 Meter Dyneemaleine mitbestellt. Damit wollten wir uns Tauwerkschäkel machen, mit denen wir sehr gute Erfahrungen hatten. Bei einem Messe Besuch in Düsseldorf hatte uns Egmont M. Friedl mit dem Herstellen solcher Schäkel fasziniert. Sie sind relativ einfach herzustellen und es macht Spaß. Unser Ergebnis sind diesmal zwei der Schäkel. Ein solcher Schäkel hat, bei einer 5mm Dyneemaleine SK 75 eine Bruchlast von 3045 kg, das ist schon mal was.

Ein Paket kam zwischendurch an und wir konnten uns schon einmal ausmalen wie wir unser „Primaklima“ schneiden wollen. Das Ganze ist ein Gewebe, welches unter die Matratze kommt, für eine bessere Durchlüftung sorgt und diese so vor Schwitzwasser schützt.

Unsere beiden Servicebatterien kamen mit an Bord und wurden eingebaut. Das Brett hatten wir schon angepasst, darauf kam eine Antirutschmatte und zwei Gurte zum Befestigen der Batterien zogen wir durch. So konnten sie verkabelt werden und wir verfügen jetzt über 660 Ah. Die Starterbatterie nicht mitgerechnet, wobei dort noch eine Zweite dazukommt.

Testhalber brachten wir eines unserer Fahrräder an Bord. Wir mussten einfach einmal schauen wohin wir sie stauen wollen. Als Schutz haben wir für jedes Rad eine Abdeckung genäht.

Da wir, durch Erfahrung, etwas Probleme mit Wasser im Boot haben besorgten wir uns drei Wasseralarme, die noch eingebaut werden. Um zu testen, ob sie funktionieren und wie laut das Ganze dann ist haben wir sie daheim mal in Wasser gehängt… also wir denken, es ist laut genug.

Davits und „Heimarbeit“

Endlich, nach Wochen, wollten wir unsere Davits fertig montieren. Das Holz war, mit Primer, gestrichen und so begann die Endmontage. Bei 2 °C war es eine ziemlich kühle Angelegenheit. Zum Glück hatten wir gute Vorarbeit geleistet und so passten die Holzstücke fast auf Anhieb.

Beide Davits haben einen kurzen Belastungstest bestanden und wir sind zuversichtlich, dass wir unser Schlauchi gefahrlos anhängen können. Die Idee, einen Fahrradträger dort anzubringen mussten wir jedoch verwerfen und der Platz für eine Solarzelle ist im Moment auch eher fraglich. Der Außenborder muss auch noch angebracht werden. Wir werden sehen.

Nachdem die Messe in Düsseldorf ja nicht im Januar stattfindet haben wir beschlossen, neue Leinen zu bestellen. Für die Schoten und den Niederholer. Auf der Anjuli Nui haben wir gute Erfahrungen mit Liros Herkules Leinen gemacht und so waren diese auch wieder hier die Wahl.

Unsere „Heimarbeit“ besteht hier im Spleißen der Leinen. In jede muss ein Auge und das wollten wir wieder selber machen. Nach den Jahren müssen wir erst wieder reinkommen in die Materie. Es macht Spaß, aber einige an gefallenen Ausdrücken sind nicht wiedergebbar…

Zumindest haben wir in der Besan Schot ein Auge 🙂

Es geht weiter

Genau einen Tag vor Heiligabend kam unser Paket von SVB an. Darin unsere Weihnachtsgeschenke, die wir uns selber gemacht hatten. Eine PSS Gleitringdichtung, ein Ankerwirbel, ein neues Wellenlager (das haben wir danach umgetauscht in eins mit Messingumhüllung), eine Zinkanode für die Welle, ein Pelikanhaken und einen Hauptschalter. Da wartete eine Menge Arbeit auf uns.

Auch Buddy bekam natürlich ein Weihnachtsgeschenk.

Nach den Feiertagen begannen wir dann unsere Geschenke anzubringen. Nachdem wir schon seit Monaten mit unserer Welle und der Dichtung herummachten stand der Abschluss davon ganz oben auf der ToDo Liste. Zuerst wurde die Welle schön saubergemacht und entfettet. Klingt toll, aber bei ca. 2°C war ein Hantieren mit Spüliwasser nicht ganz so nett. Aber das ganze Fett musste herunter.

Bevor wir sie jedoch wieder einschieben konnten musste zuerst das alte Wellenlager heraus und das Neue hinein. Das alte Lager durchzusägen erschien uns zu riskant und so musste es herausgeschlagen werden, was auch besser funktionierte als gedacht.

Dann, endlich, konnten wir daran gehen die Gleitringdichtung einzubauen. Dazu musste die Welle wieder angeflanscht werden. Nachdem Bert etwa 3 Stunden kopfüber verbracht hatte, die Temperatur im Boot etwa 6 °C nicht überschritt mussten wir Pause machen. Einige Tage später ging es weiter und wir bekamen die Dichtung angebracht. Jetzt benötigen wir noch einen Entlüftungsschlauch und müssen warten bis zum Einwassern um zu gucken ob alles dicht ist.


Nicht, dass es uns zwischenzeitlich langweilig wird…

Jetzt konnte das Ruder wieder angebracht werden und auch die Wellenanode fand ihren Platz.

Damit wir unsere Fender an Deck unterbringen können, haben wir Fender Körbe erstanden. Eine Bakskiste, in die wir alles hineinwerfen konnten gibt es auf diesem Boot nicht.

Auch der Ankerwirbel fand seinen Platz. Der Pelikanhaken muss auf seinen Einsatz noch warten, dafür benötigen wir noch Teile.

Noch einige Arbeiten an Bord

Nachdem die Ankerkette markiert war konnte sie mit an Bord und wir testen, wie sich unsere Ankerwinsch mit der Kette und dann dem Anker daran machte. Die 50 Meter Kette wiegen doch schon ein paar Kilo und auch der Anker wiegt alleine 20 kg.

Die Kette alleine lief schon mal richtig gut in den Kasten und wir hoffen nun, dass sich das Kettenchaos welches wir beim Ankern auf der Anjuli Nui hatten, nicht wiederholt.



Der Anker, der an Bord plötzlich gar nicht mehr SO groß aussieht, wurde provisorisch an der Kette festgemacht und hochgezogen. Auch das war für die Ankerwinsch kein Problem und sollte auch unterwegs funktionieren. Ein wenig müssen wir noch modifizieren damit alles so ist wie wir uns das vorstellen, aber das wird schon.

Nachdem wir daheim den Sonnenschutz fertig genäht hatten konnten wir ihn im oberen Salon befestigen. Das geschah mit Hilfe von Druckknöpfen. Sonnenschutz haben wir jetzt dort oben für alle Fenster, die Scheiben der Türen und die obere große Luke.

Allen Freunden und Bekannten möchten wir hier ein frohes und gesundes Weihnachtsfest wünschen, egal wo auf der Welt ihr euch auch im Moment befindet.

Endlich unten !!!!

Nach schier endloser Zeit, mehreren Fehlversuchen, einigen kaputten Nerven hat es geklappt. Im Abstand von einigen Wochen haben wir immer wieder versucht unsere Kupplung von der Welle abzubekommen.

Unser letzter Versuch sollte mit einem hydraulischen Abzieher geschehen der mit einer Kraft von 20 t drücken konnte. Allerdings war das Gerät schon ziemlich imposant und schwer.

Mit Hilfe von Leinen zum Absichern gegen herunterfallen des unhandlichen Abziehers, kopfüber in den recht dunklen Untiefen unseres Bootes gelang es Bert dann tatsächlich das Teil anzusetzen und die Hydraulik zu bewegen.

Irgendwann gab es einen Knall.

„Ist er abgerutscht?“

Mit einem Grinsen hob Bert den Kopf: „Nein, die Kupplung ist unten!“ Wir hatten es geschafft. Was eine Aktion.

Jetzt konnte auch die Welle gezogen und das Wellenlager gemessen werden, auch das wird ausgetauscht gegen ein Neues.