Davids und Näharbeiten

Nachdem wir auf die Unterstützung einer Schlosserei verzichten müssen blieb nichts andere übrig, als dass wir uns selber Gedanken machen wie wir unsere Davids angebaut bekommen. Mit einer Idee und Maßen fanden wir hier in Östrich einen Schlosser der bereit war uns zu helfen und die Planung umzusetzen. Heraus kamen zwei, ziemlich kräftige, Teile in Edelstahl die wir nun anbringen müssen.

Auf diese Platten sollen dann die Davids angebracht werden. Diesmal waren sie nur probeweise dran, die nötigen Löcher müssen noch von der Schlosserei gebohrt werden, um in 5 mm Edelstahl genau zu bohren fehlt uns das nötige Werkzeug.

Aber schlecht aussehen tut es schon mal nicht.

Nachdem das Wetter im Moment doch recht durchwachsen ist gingen wir zu Hause daran, Hauben für unsere Winschen und die Ankerwinsch zu nähen.

Das Unterwasserschiff ist zwischenzeitlich komplett abgeschliffen und wir sind schon gespannt wie das werden wird.

LED Lampen

„Wir leben in einer Höhle“, war ein Ausspruch während des Winters in Düsseldorf. Es stimmt schon, uns fehlte Licht, Schummerlicht ist ja mal ganz nett aber nicht, wenn man wirklich etwas sehen will. Da musste etwas Anderes her.

Bestellt haben wir uns LED Lampen, die vielleicht nicht schiffig wirken, aber sie machen Licht. Das ist für uns das Wichtigere. Probeweise haben wir einige verbaut und sind mit dem Ergebnis recht zufrieden.

Noch fehlen Lampen im Heckbereich und auch im Bug möchten wir nicht mehr im Dunkeln herumsuchen müssen. Im Steuerhaus und unten im Salon werden noch LED Lampen mit Rotlicht angebracht, erfahrungsgemäß sehen wir bei Nachtfahrten damit besser.

Nach mehreren Diskussionen haben wir uns dazu entschlossen diesmal einen Brotbackautomaten mit zu nehmen. Eigentlich hier nicht erwähnenswert aber wir haben uns überlegt wo wir den am besten hinstellen und dabei festgestellt, dass wir im Bereich der Küche nicht eine 220V Steckdose haben. Das geht gar nicht! Allerdings gestaltete sich das Anbringen einer Steckdose nicht so ganz einfach. Es ist kaum Platz vorhanden, jetzt sitzt sie versteckt neben dem Boiler und ist kaum zu erkennen.

Um den Automaten auch unterwegs, zumindest mal auf den französischen Kanälen, zu betreiben müsste der Strom über den Inverter ausreichen.

Bugspriet

Nachdem wir ja leider feststellen mussten, dass sich das Holz an der Reling direkt vor dem Bugkorb in Wohlgefallen aufgelöst hatte und nur noch die sichtbare Leiste wirklich gut war musste etwas getan werden.

Mit Hilfe von Hartholzstücken und 2 mm Edelstahlplatten, die von außen und von innen angebracht wurden, konnten wir das Stück wieder stabilisieren.

Buddy musste alles genauestens beobachten.

Danach brachten wir das umkonstruierte Bugspriet wieder an und nun kann die Ankerkette in einer Flucht laufen, zumindest sieht es so aus, probiert haben wir das noch nicht da muss erst einmal eine neue Kette her.

Unsere vordere Luke haben wir mal testweise mit dem Teak-o-Bright von Epifanes© behandelt, jetzt wollen wir beobachten wie es sich über den Winter verhält.

Der Kampf mit der Welle und Anderes

Nein, wir haben die Welle noch immer nicht draußen. Weiterhin sperrt sich die Kupplung und lässt sich nicht entfernen. Der Dreibeinabzieher erwies sich als zu klein, der danach gekaufte Zweibeinabzieher ist zwar groß genug und hat, laut Hersteller eine Kraft von 5 T. Allerdings stört das unser Kupplung wenig. Jeder den wir fragten hatte den Tipp „heiß machen“. Okay, wir sind ja willig. Mit Hilfe einer Lötflamme machten wir uns an die Aktion: wie mache ich das heiß genug damit es sich so weitet bis es runtergeht. Möglichst ohne das Schiff abzufackeln. Motorraum Abdeckung abmachen, Feuerlöscher zurechtgestellt, Pütz mit Wasser in Greifnähe von mir, nasse Lappen um die Welle gelegt und los ging es.

Leider ohne Erfolg, zuletzt wurde die Edelstahlwelle schon heiß und das war nicht der Sinn der Erfindung.  Scheinbar benötigen wir doch mehr Zugkraft. Bert fuhr in Lampertheim diverse Werkstätten ab, ohne Erfolg. Entweder man konnte oder wollte uns nicht helfen. In der Karibik haben wir mal gesagt: „Hier hilft dir niemand.“ Das gilt scheinbar auch jetzt hier in Deutschland, das müssen wir irgendwie alleine lösen. Möglichst auch, ohne eine neue Kupplung oder Welle kaufen zu müssen.

Was übrigens auch die Erfahrung mit Schlossern wiederspiegelt. Nachdem tatsächlich zwei Schlossereien jemanden geschickt hatte (von immerhin zehn angeschriebenen) und sich die Vorstellungen im Gespräch, vor Ort am Boot, auch recht gut angehört hatten kam die Ernüchterung. Der Erste meldete sich nicht mehr, auch nicht auf Nachfrage, vom Zweiten bekamen wir ein Angebot das uns nur den Kopf schütteln ließ… völlig utopische Preisvorstellungen.

Nachdem wir dort nicht weiter kamen räumten wir das Innere der Anjuli mal auf, sortierten Streichutensilien aus um zumindest ein wenig Platz zu bekommen. In der Heckkabine hatten wir entschieden, dass das vorhandene Waschbecken weichen muss. Da wir das Bett in der Höhe etwas verbreitern möchten kommen wir an die Tür nicht mehr so einfach dran. Jetzt haben wir die Möglichkeit von oben in den Stauraum zu greifen.

Während wir oben und innen am Werkeln sind gibt es jetzt auch Arbeiten am Unterwasserschiff. Das Abschleifen hat begonnen und wir konnten unser Farbvorstellungen für das Antifouling und den Lack weitergeben. Das ist eine Arbeit die wir nicht selber machen können und auch nicht wollen, das haben wir als Auftrag vergeben.

Daheim kamen die letzten Bücher an und nun habe ich soweit alles beisammen. Beim Durchblättern kommen Erinnerungen hoch und wir freuen uns darauf vieles wieder zu sehen und Neues zu erleben.

Streichen und Rückbau

Tatsächlich konnten wir mal etwas zurück bauen und nicht nur alles abbauen. Zuerst wurden die Scheuerleisten gesäubert. Also mit 240er Papier handgeschliffen und danach mit Edelstahlreiniger zum Glänzen gebracht und wieder angebracht.

Danach die Haken der Reling wieder eingeschraubt und sie endlich fertig und festmontiert. Jetzt fehlt noch die Leine, aber die gibt es erst nächstes Jahr neu.

Klingt alles nicht nach viel Arbeit, hat uns aber glatte zwei Stunden gekostet.

Bevor wir ans Streichen des inneren Schanzkleides gingen musste der Bugkorb herunter. Nur unten konnten die Schweißarbeiten vorgenommen werden. Ein großer Dank geht an Bernie, der sie mit gewohnter Professionalität ausgeführt und dass doch etwas komplizierte Versetzen der Halterungen für die Ankerrolle gut hinbekommen hat. Bevor er allerdings montiert werden kann muss eine neue Baustelle am Bug repariert werden. Beim Abschrauben fiel uns die Holzverkleidung entgegen und wir mussten feststellen, das sich dahinter kein festes Holz mehr befand.

Dafür jedoch mussten lange Schrauben, Edelstahlblech und Stoppmuttern bestellt werden. Erst einmal beseitigten wir den Dreck und konnten so das innere GFK streichen. Es ist wirklich nett, auf den Knien erst alles abzuschleifen, dann zu entfetten und danach alles mit Primer zu streichen. Beim letzten Mal konnten wir dann mit dem 2 K Lack von Epifanes© die erste Schicht auftragen. Das sah schon mal gar nicht so übel aus.

Auch an beiden Türen wurde jeweils ein Teil mit dem Lack gestrichen, so wirkt das Ganze freundlicher.

Ankerwinsch und Wellenausbau

Endlich haben wir die Ankerwinsch fest montieren können. Nachdem das Holz gestrichen und getrocknet, ein letzter Testlauf zufriedenstellend ausgefallen und wir eine neue Tube Sika© hatten stand der Endmontage nichts mehr im Weg. Durch den Holzkeil läuft die Kette gut aus dem Ankerkasten über die Winsch und nach draußen. Mit Anker haben wir noch nicht getestet, das heben wir uns für später auf …

Leider haben wir gemerkt, dass die vorhandene 8 mm Ankerkette nicht ausreichend ist. Es sind nur 23 Meter, da werden wir uns eine neue längere Kette besorgen müssen.

Nachdem in der Bugkabine auch die Deckenverkleidung wieder an ihrem Platz, die Kabel der Winsch verlegt und alles aufgeräumt war konnten wir die nächste Baustelle angehen.

Die Welle muss raus. Ich hatte ja schon berichtet, dass wir eine neue Wellendichtung einbauen wollen. Der Ausbau der Welle ist allerdings eine größere Aktion, da wir keine Ahnung davon hatten .. oder haben .. wie die Verschraubungen aufgebaut sind. So hat es uns einiges an Zeit, an Schweiß und nicht wieder zu gebenden Flüchen gekostet bis Bert die kleine Madenschraube bemerkte mit der eine 41er Mutter gesichert war. Fast hätten wir uns eine 41er Ratsche oder einen Schlüssel bestellt und wir dachten schon das nur rohe Gewalt helfen würde. Nachdem das winzige Schräubchen allerdings heraus war konnte er die große Mutter ganz leicht abschrauben.

Nun allerdings kommen wir ohne Dreibein Abzieher nicht weiter und hoffen, wenn wir den haben das wir die Welle endlich irgendwie heraus bekommen.

„Kleinigkeiten“ erledigt

Bei der Überführung war recht schnell klargeworden, dass wir ein Problem mit einem Fenster im Heck auf der Bb Seite hatten. Direkt über dem Bett war das Holz dort nicht mehr stabil und es kam auch Wasser hinein. Das geht gar nicht. Jetzt haben wir das noch vorhandene Holz stabilisiert, mit Hilfe einer Blende aus Edelstahl. Auch die Halterung die wir zum Streichen entfernt hatten, wurde wieder montiert und alles neu mit Sika abgedichtet.

Den Propeller bearbeitete Bert mit einer Bürste auf der Flex und er schaut schon sehr viel besser aus. Ziemlich fester Belag hatte sich dort gebildet. Der Propeller sieht noch gut aus und wir haben beschlossen, ihn zu behalten.

In der Bugkabine haben wir die Holzleisten auf den Brettern abgemacht. Sie dienten wohl als „Lattenrost“, aber wir benötigen eine glatte Stellfläche dort und keine Liegefläche. Schade um das Holz, da hatte sich jemand wirklich Mühe gemacht. Leider waren einige Leisten mit doppelseitigem Klebeband angeklebt, dass wir nun die Bretter irgendwie von dem Zeug befreien müssen.

Mit dem Streichen des Benar UVR sind wir fast durch. Das meiste Holz hat zwischenzeitlich den vierten Anstrich bekommen und schaut richtig gut aus. So langsam mag ich auch nicht mehr. Aber noch sind wir nicht fertig und auch das Schanzbord wartet noch auf einen Anstrich.

Ankerkasten und Ankerwinsch

Die obere Verkleidung unseres Ankerkasten hatte auch schon bessere Zeiten gesehen, das Holz war einfach nur noch Schrott und der Alurahmen kaputt. So besorgten wir uns Leisten und eine Aluschiene.

Die neuen Leisten bilden den Untergrund und die Befestigung für den Deckel. Darauf sollte dann die neue Aluleiste.

Die Idee, alles in einem Stück zu biegen ließ sich nicht umsetzen.

Mit Hilfe der Winsch für die Drahtfallen konnte Bert das Aluminium so weit biegen das es in die Runden passte.

Zum Schluss alles mit Sika verklebt und nun hoffen wir, dass es dicht ist.

Für die Ankerwinsch hatten wir uns daheim, von einem Schreiner, Holz zuschneiden lassen. Dieser musste nun auf den Holzklotz, der die alte Ankerwinsch gehalten hatte. Darauf sollte die neue Winsch.

Mit Hilfe der Vorlagen versuchten wir die richtigen Stellen für die Stehbolzen zu finden. Dabei mussten wir schauen, das die Kettenführung der Winsch auf die vorhandene Kettenführung im Deck passt.

Jetzt haben wir alles soweit aufgebaut und die Kabel der Winsch angeschlossen um einen Probelauf machen zu können. Eine Anleitung die beschreibt, man möge Kabel a, b und c anschließen aber an den Anschlüssen nur Bezeichnungen von L, N und E stehen, die bringt wirklich Erleichterung….

Wir haben nun eine Horizon 900 „freefall“, aber wir werden uns mit ihr wohl noch länger auseinandersetzen müssen um zu begreifen wie das funktioniert. Nur eines ist wirklich klar aus der Bedienungsanleitung zu lesen: es kommt auf die Länge der Zeit an die man auf die Tasten der Fernbedienung drückt um irgendwas auszulösen. Wir werden sehen ….

Um alles fest einzubauen benötigen wir mal wieder … Holz … aber so hat alles Zeit zum Austrocknen.

Wir haben nun eine Horizon 900 „freefall“, aber wir werden uns mit ihr wohl noch länger auseinandersetzen müssen um zu begreifen wie das funktioniert. Nur eines ist wirklich klar aus der Bedienungsanleitung zu lesen: es kommt auf die Länge der Zeit an die man auf die Tasten der Fernbedienung drückt um irgendwas auszulösen. Wir werden sehen ….

Um alles fest einzubauen benötigen wir mal wieder … Holz … aber so hat alles Zeit zum Austrocknen.

Damit man auf dem Vordeck nicht in der prallen Sonne arbeiten muss haben wir einen kleinen Sonnenschirm mitgebracht, der uns wenigstens ein wenig Schatten brachte.

Streichen und Vorbereitungen für Ankerwinsch

Mit dem Streichen kommen wir nur langsam vorwärts, zuerst einmal muss alles mind. 48 Std trocknen und zum zweiten können wir entweder nur am Deckshaus oder an der Reling streichen. Das jeweils andere muss trocken sein, ansonsten klebt man am frisch gestrichenen fest… was nicht so toll ausschaut.

Im Moment sind wir so weit, dass wir die Handläufe fertig haben und alles andere muss noch zweimal gestrichen werden. Gilt für alles Holz…

Im Moment sind wir so weit, dass wir die Handläufe fertig haben und alles andere muss noch zweimal gestrichen werden. Gilt für alles Holz…

Am letzten Wochenende hat es leider immer mal wieder geregnet, was die Streicherei auch ausbremst. Daher konnten / mussten wir uns um andere Sachen kümmern. Die Ankerwinsch lag bis dahin auch noch gut verpackt in ihrem Karton in der Bugkabine. Das sollte sich nun ändern.

In der Bugkabine wurde die Deckenverkleidung entfernt und damit ein nächstes Problem offenbart. Augenscheinlich war Wasser zwischen die Verkleidungen gelaufen und es hatte sich Schimmel gebildet. Zum Glück nicht zu viel und so konnte ich dem Ganzen mit Chlorreiniger zu Leibe rücken.

Die Leisten innen waren unangenehmer zu reinigen und zwei T-Shirts sehen aus als hätten sie Batikflecken.  Nun gut, Putzlappen kann man immer gebrauchen.

Reparatur und „es ist zu warm…“

Zwischenzeitlich hatten wir, von einem Schreiner, Buchenholz zuschneiden lassen und so konnte Bert daran gehen die Lipklampe zu reparieren.

Die Davids brachten wir an Bord und hatten einen Schlosser gefunden, der bereit war zu uns zu kommen und sich vor Ort anzusehen was wir an Befestigungen für diese benötigen und sich auch anzuhören welche Idee wir für eine Badeplattform hatten. Nun warten wir auch ein Angebot.

So langsam wird es sehr warm und im Wohnwagen unerträglich, vor allem für Buddy. Bei den Temperaturen kann er nicht im Wohni bleiben und so besorgten wir uns letzten Mittwoch eine kleinere Klimabox. Der Mediamarkt ist in Lampertheim nicht wirklich weit weg und so konnten wir kurz darauf daran gehen den Wohnwagen herunter zu kühlen. Klasse wenn man innen ungefähr 22°C hat bei einer Außentemperatur von über 30°C.  Buddys Gesicht nach zu urteilen hatte er allerdings wohl eher den Eindruck wir wollten ihn einfrieren ….