Wir sind in Holland

Schon eine viertel Stunde, nachdem wir den Yachtclub in Emmerich verlassen hatten passierten wir die holländische Grenze und kurz darauf wurde der Rhein zur Waal.

In der Höhe von Nijmegen wurde der Schiffsverkehr wieder chaotisch.

Unser Ziel an dem Tag war die Jachtwerft Woudenberg in einem kleineren Seitenarm. Ein „kleiner, netter Hafen“, laut dem Handbuch. Was dort nicht stand war die Tatsache, dass sich mitten in der Einfahrt eine Untiefe in Form einer „little island“ (Zitat des Hafenmeisters, etwas später). Zu sehen ist nichts, betonnt natürlich auch nicht. Bei dem niedrigen Wasserstand, der im Moment vorherrscht, setzten wir auf. Zum Glück nur leicht und langsam schrammten wir rüber. Bis zum Steg zeigte das Lot zeitweise 0:00 Meter an. Aber wir kamen gut an.

Am Längssteg machten wir fest und sogar Strom bekamen wir. Ein bisschen urig ist das Ganze schon.

Aber man hat eine schöne Aussicht und völlige Ruhe.

Am nächsten Morgen war das Wasser der Waal 11 cm gestiegen und so konnten wir unbeschadet aus dem Seitenarm herauskriechen.

Die Tour bis nach Gorinchen, zum MV Merwede, war anstrengend zu fahren.

Wir gönnten uns einen Hafentag, das lag aber primär daran, dass sich das Wetter verschlechtert hatte und wir schon morgens mit Regen und viel zu viel Wind aufgestanden waren. So schauten wir uns das Städtchen an und genossen es die Schifffahrt draußen mal in aller Ruhe betrachten zu können.

Das Leben hier in Holland geht seinen normalen Lauf und es ist sehr angenehm hier durch die Straßen zu laufen.

Die letzte Tour vor unserem ersten Etappenziel war nicht mehr allzu lang. Eine halbe Stunde nach dem Ablegen erreichten wir die „Nieuwe Merwede“ und die allermeisten der Berufsschiffe blieben auf dem Weg Richtung Rotterdam.

Somit bekamen wir einen richtig ruhigen Tag mit schönem Wetter.

Nach nur 1 ½ Stunden erreichten wir das „Hollands Diep“ und die Wasserfläche vergrößert sich immens.

Nach 14 Tagen, und 572,7 Kilometern hatten wir Strijensas erreicht. Hier wollen wir ein bisschen Pause machen und die Masten stellen.

Der kleine Ort macht einen netten Eindruck, zum einkaufen sind es ca. 6 Kilometer mit Rad und wir liegen recht ruhig.

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1 Antwort zu Wir sind in Holland

  1. Andreas Förderer sagt:

    Danke für das Miterleben eurer Reise.Wie schnell siet ihr unter Motor über Grund?
    Weiterhin gutes gelingen bei der Maststellung.

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