Batterien und diverse Kleinigkeiten

Mit unseren Leinen hatten wir uns auch 3 Meter Dyneemaleine mitbestellt. Damit wollten wir uns Tauwerkschäkel machen, mit denen wir sehr gute Erfahrungen hatten. Bei einem Messe Besuch in Düsseldorf hatte uns Egmont M. Friedl mit dem Herstellen solcher Schäkel fasziniert. Sie sind relativ einfach herzustellen und es macht Spaß. Unser Ergebnis sind diesmal zwei der Schäkel. Ein solcher Schäkel hat, bei einer 5mm Dyneemaleine SK 75 eine Bruchlast von 3045 kg, das ist schon mal was.

Ein Paket kam zwischendurch an und wir konnten uns schon einmal ausmalen wie wir unser „Primaklima“ schneiden wollen. Das Ganze ist ein Gewebe, welches unter die Matratze kommt, für eine bessere Durchlüftung sorgt und diese so vor Schwitzwasser schützt.

Unsere beiden Servicebatterien kamen mit an Bord und wurden eingebaut. Das Brett hatten wir schon angepasst, darauf kam eine Antirutschmatte und zwei Gurte zum Befestigen der Batterien zogen wir durch. So konnten sie verkabelt werden und wir verfügen jetzt über 660 Ah. Die Starterbatterie nicht mitgerechnet, wobei dort noch eine Zweite dazukommt.

Testhalber brachten wir eines unserer Fahrräder an Bord. Wir mussten einfach einmal schauen wohin wir sie stauen wollen. Als Schutz haben wir für jedes Rad eine Abdeckung genäht.

Da wir, durch Erfahrung, etwas Probleme mit Wasser im Boot haben besorgten wir uns drei Wasseralarme, die noch eingebaut werden. Um zu testen, ob sie funktionieren und wie laut das Ganze dann ist haben wir sie daheim mal in Wasser gehängt… also wir denken, es ist laut genug.

Davits und „Heimarbeit“

Endlich, nach Wochen, wollten wir unsere Davits fertig montieren. Das Holz war, mit Primer, gestrichen und so begann die Endmontage. Bei 2 °C war es eine ziemlich kühle Angelegenheit. Zum Glück hatten wir gute Vorarbeit geleistet und so passten die Holzstücke fast auf Anhieb.

Beide Davits haben einen kurzen Belastungstest bestanden und wir sind zuversichtlich, dass wir unser Schlauchi gefahrlos anhängen können. Die Idee, einen Fahrradträger dort anzubringen mussten wir jedoch verwerfen und der Platz für eine Solarzelle ist im Moment auch eher fraglich. Der Außenborder muss auch noch angebracht werden. Wir werden sehen.

Nachdem die Messe in Düsseldorf ja nicht im Januar stattfindet haben wir beschlossen, neue Leinen zu bestellen. Für die Schoten und den Niederholer. Auf der Anjuli Nui haben wir gute Erfahrungen mit Liros Herkules Leinen gemacht und so waren diese auch wieder hier die Wahl.

Unsere „Heimarbeit“ besteht hier im Spleißen der Leinen. In jede muss ein Auge und das wollten wir wieder selber machen. Nach den Jahren müssen wir erst wieder reinkommen in die Materie. Es macht Spaß, aber einige an gefallenen Ausdrücken sind nicht wiedergebbar…

Zumindest haben wir in der Besan Schot ein Auge 🙂

Es geht weiter

Genau einen Tag vor Heiligabend kam unser Paket von SVB an. Darin unsere Weihnachtsgeschenke, die wir uns selber gemacht hatten. Eine PSS Gleitringdichtung, ein Ankerwirbel, ein neues Wellenlager (das haben wir danach umgetauscht in eins mit Messingumhüllung), eine Zinkanode für die Welle, ein Pelikanhaken und einen Hauptschalter. Da wartete eine Menge Arbeit auf uns.

Auch Buddy bekam natürlich ein Weihnachtsgeschenk.

Nach den Feiertagen begannen wir dann unsere Geschenke anzubringen. Nachdem wir schon seit Monaten mit unserer Welle und der Dichtung herummachten stand der Abschluss davon ganz oben auf der ToDo Liste. Zuerst wurde die Welle schön saubergemacht und entfettet. Klingt toll, aber bei ca. 2°C war ein Hantieren mit Spüliwasser nicht ganz so nett. Aber das ganze Fett musste herunter.

Bevor wir sie jedoch wieder einschieben konnten musste zuerst das alte Wellenlager heraus und das Neue hinein. Das alte Lager durchzusägen erschien uns zu riskant und so musste es herausgeschlagen werden, was auch besser funktionierte als gedacht.

Dann, endlich, konnten wir daran gehen die Gleitringdichtung einzubauen. Dazu musste die Welle wieder angeflanscht werden. Nachdem Bert etwa 3 Stunden kopfüber verbracht hatte, die Temperatur im Boot etwa 6 °C nicht überschritt mussten wir Pause machen. Einige Tage später ging es weiter und wir bekamen die Dichtung angebracht. Jetzt benötigen wir noch einen Entlüftungsschlauch und müssen warten bis zum Einwassern um zu gucken ob alles dicht ist.


Nicht, dass es uns zwischenzeitlich langweilig wird…

Jetzt konnte das Ruder wieder angebracht werden und auch die Wellenanode fand ihren Platz.

Damit wir unsere Fender an Deck unterbringen können, haben wir Fender Körbe erstanden. Eine Bakskiste, in die wir alles hineinwerfen konnten gibt es auf diesem Boot nicht.

Auch der Ankerwirbel fand seinen Platz. Der Pelikanhaken muss auf seinen Einsatz noch warten, dafür benötigen wir noch Teile.