Noch einige Arbeiten an Bord

Nachdem die Ankerkette markiert war konnte sie mit an Bord und wir testen, wie sich unsere Ankerwinsch mit der Kette und dann dem Anker daran machte. Die 50 Meter Kette wiegen doch schon ein paar Kilo und auch der Anker wiegt alleine 20 kg.

Die Kette alleine lief schon mal richtig gut in den Kasten und wir hoffen nun, dass sich das Kettenchaos welches wir beim Ankern auf der Anjuli Nui hatten, nicht wiederholt.



Der Anker, der an Bord plötzlich gar nicht mehr SO groß aussieht, wurde provisorisch an der Kette festgemacht und hochgezogen. Auch das war für die Ankerwinsch kein Problem und sollte auch unterwegs funktionieren. Ein wenig müssen wir noch modifizieren damit alles so ist wie wir uns das vorstellen, aber das wird schon.

Nachdem wir daheim den Sonnenschutz fertig genäht hatten konnten wir ihn im oberen Salon befestigen. Das geschah mit Hilfe von Druckknöpfen. Sonnenschutz haben wir jetzt dort oben für alle Fenster, die Scheiben der Türen und die obere große Luke.

Allen Freunden und Bekannten möchten wir hier ein frohes und gesundes Weihnachtsfest wünschen, egal wo auf der Welt ihr euch auch im Moment befindet.

Endlich unten !!!!

Nach schier endloser Zeit, mehreren Fehlversuchen, einigen kaputten Nerven hat es geklappt. Im Abstand von einigen Wochen haben wir immer wieder versucht unsere Kupplung von der Welle abzubekommen.

Unser letzter Versuch sollte mit einem hydraulischen Abzieher geschehen der mit einer Kraft von 20 t drücken konnte. Allerdings war das Gerät schon ziemlich imposant und schwer.

Mit Hilfe von Leinen zum Absichern gegen herunterfallen des unhandlichen Abziehers, kopfüber in den recht dunklen Untiefen unseres Bootes gelang es Bert dann tatsächlich das Teil anzusetzen und die Hydraulik zu bewegen.

Irgendwann gab es einen Knall.

„Ist er abgerutscht?“

Mit einem Grinsen hob Bert den Kopf: „Nein, die Kupplung ist unten!“ Wir hatten es geschafft. Was eine Aktion.

Jetzt konnte auch die Welle gezogen und das Wellenlager gemessen werden, auch das wird ausgetauscht gegen ein Neues.

Winterarbeiten

Bei so kaltem und nassen Wetter fehlt uns irgendwie der Antrieb an Bord zu arbeiten. Daher haben wir die letzten Wochen dazu benutzt, uns um genauso wichtige Dinge zu kümmern. Soll heißen: wir haben genäht. Nachdem endlich unsere Vorhänge fertig gestellt, gewaschen und gebügelt waren begannen wir damit uns Sonnenschutz für die großen Fenster zu machen.


Dazu holten wir uns Folien für Autofenster. Diese wurden zugeschnitten und mit Stoff verstärkt. An Bord wollen wir das Ganze dann, mit Hilfe von Druckknöpfen an die Fenster anbringen.

Auf der Anjuli Nui hatten wir eine Glasenuhr dabei und ich wollte unbedingt wieder eine haben. Nach einigem Suchen und Verhandeln traf Anfang Dezember ein Paket bei uns ein welches eine „Glasi“ enthielt. Leider fehlte der Schlüssel, um die Mechanik Uhr und des Schlagwerkes aufzuziehen.  Eine Kontaktaufnahme mit der maritimen Abteilung der Fa. Wempe half uns aus der Bredouille.  Kostenlos wurde uns ein passender Schlüssel zu geschickt und jetzt glast „Glasi“ fein vor sich hin. Natürlich kommt sie mit an Bord, wenn wir losfahren.

Ein anderes Paket brachte uns zwei Rettungswesten, ohne geht ja nun nicht. Ohne diese kämen wir schon in Frankreich durch keine Schleuse.

Unser neuestes Projekt hat wieder mit Nähen zu tun. Unsere Polster benötigen neue Bezüge und die machen wir selber. Ein Video und ein Test an unseren kleinsten Polstern machte uns Mut uns daran zu trauen. Bisher ist es gar nicht so schlecht geworden, finden wir.

Mit einer Spedition kam ebenfalls noch ein Paket, unsere neue Ankerkette. Verzinkter Stahl, 8 mm und 50 Meter lang. Bevor sie ihren Platz im Ankerkasten bekommt haben wir sie markiert, alle 10 Meter. Beim letzten Mal haben wir mit dem Sprühlack die besten Erfahrungen gemacht und so kam er auch diesmal zum Einsatz.

Falls noch jemand etwas zum Lesen sucht in dieser auch so ruhigen Zeit, das Buch wäre eine Idee 🙂

Unser Traum – Unterwegs mit der Anjuli Nui