Vorbereitungen und Schleifen

An einem Sonntag schleifen wir dann doch nicht und so nutzten wir die Zeit um eine Neuerwerbung zu testen. Es handelt sich um eine Kamera, die wir an den Bug anbringen wollen um besser sehen zu können wohin wir auf der jeweiligen Seite genau fahren. Wie das realisiert wird ist noch nicht hundertprozentig klar aber der Test hat uns überzeugt. Selbst im Stockdunkel liefert die Kamera gute Bilder, wenn dann auch in Schwarzweiß, die sie auf den Plotter überträgt.

Da wir die Wellendichtung ja auswechseln musste auch das Ruderblatt abgebaut werden. Nicht so einfach wie gedacht, aber machbar, nachdem das System begriffen wurde. Vor lauter altem Antifouling waren Schrauben kaum zu finden. Nun aber können wir die Welle nach hinten schieben, aber diese Aktion muss noch ein wenig warten.

Das gute Wetter nutzten wir aus um weiter zu schleifen. Nach gefühlten Wochen und Tonnen an Schleifstaub in den Klamotten, Haaren und allen möglichen anderen Körperteilen hatten wir es am letzten Montag geschafft: fertig mit Schleifen. Jedenfalls mit dem Gröbsten 🙂

Die Reling wurde wieder angebaut und muss nur noch zweimal gestrichen werden. Das können wir aber an Deck machen.

Leider stellte sich beim abschleifen der unteren Holzleiste im Heck heraus, dass die Klampe nur noch „am seidenen Faden“ hing. Das konnten wir nicht lassen und so werden wir wieder einmal Holz kaufen müssen um das zu reparieren.

Ab jetzt wird gestrichen, dabei sieht man immerhin etwas …

Teakdeck

Alle Handläufe sind abgeschraubt, geschliffen und das erste Mal gestrichen. Dafür halten jetzt die Dachlatten für unsere Reling her.

Das GFK ist an den Innenseiten angeschliffen und wartet auf den neuen Anstrich.

Vor allem muss aber zuerst einmal das Teakdeck gemacht werden. Letze Woche begannen wir diese „Baustelle“.  Mit dem Kärcher ging es daran den ersten Schmutz abzustrahlen. Eine ziemlich nasse Angelegenheit. Zitat Bert:“Boah, ist das ein Dreck!“

Mit einem Reiniger probierte ich an der vorderen Luke.

Nachdem am selben Nachmittag noch zwei kräftige Gewitterregen herunter kamen wurde alles schön sauber gespült und wir konnten uns, am nächsten Morgen, das Ergebnis unserer Arbeit ansehen. Also für den Anfang finden wir es gar nicht so übel.

Das ein Mozartmesser nichts mit dem Komponisten zu tun hat hatte ich einige Wochen vorher gelernt. Dieses sollte helfen die Teakfugen zu bearbeiten. Klappt eigentlich recht gut, ist aber eine ziemliche Arbeit.

Weitere Elektrik und Vorbereitungen

Da wir uns eine elektrische Ankerwinsch besorgt haben und diese gegen die manuelle austauschen wollen musste wieder einmal Kabel verlegt werden. Es ist ziemlich mühselig zwei 35² Kabel durch diverse Öffnungen zu schieben, so dass es möglichst unauffällig ist. Aber das dicke Kabel benötigen wir an der Winsch. Der Einbau der Winsch selber muss noch warten, wir brauchen noch ein speziell angefertigtes Stück Holz.

Das dazugehörige Relais konnte danach verbaut werden und auch die Sicherung fand ihren Platz. In dem Zug konnten auch andere Kabel vorbereitet werden, so dass es später mit dem Einbau und der Verkabelung einer zweiten Servicebatterie vielleicht etwas einfacher ist.

Zurzeit stehen große Verteilerdosen auf jedem Einkaufszettel, zum Glück konnten die Kabelschuhe in größeren Mengen gekauft werden…

Ein ganz großes Thema ist auch noch die Auswechslung der Wellendichtung, wir wollen eine neue Gleitringdichtung einbauen. Dazu jedoch musste erst einmal die alte Gummimanschette heraus damit wir messen konnten wie dick das Stevenrohr ist.

Ein Stevenrohr ist in einem Boot das verbindende Teil zwischen Antriebsmotor und Propeller. Durch das Rohr läuft die Antriebswelle für den Propeller.

Erst mit dem Maß und dem Wissen „Wir haben eine 40er Welle“ können wir nun die neue Dichtung bestellen. Der Einbau wird wohl auch noch ein größeres Kapitel.

Im Internet haben wir Davids ergattern können, die wir Letztens geholt haben. Auch die müssen noch ans Boot, aber eins nach dem anderen.

Buddy war ziemlich geschafft, als wir an dem Tag wieder heim kamen 🙂