Es geht vorwärts

Diesmal hatten wir den Laptop mitgebracht und Bert einen Anschluss gebastelt so, dass wir ihn an das AIS Gerät anschließen konnten. Mit Hilfe eines speziellen Programms konnten wir die „Mayday Meldung“ abstellen und die Baudrate so umstellen, dass wir die AIS Meldungen nun auch auf dem Plotter empfangen. Uns fiel ein Stein vom Herzen, nichts kaputt, nur eine falsche Einstellung.

Danach konnten endlich alle Kabel wieder hinter diversen Abdeckungen verschwinden. Diese mussten teilweise allerdings mit der Stichsäge auf eine jetzt passende Größe zugeschnitten werden. Ziemlich zickig benahm sich auch das halb ausgebaute Rollo des mittleren Fensters. Aber nach einer knappen Stunde die mit viel Flüchen garniert war ließ auch das sich wieder ziehen.

Danach war der Einbau des Ruderlagengebers angesagt. Dieser ist wichtig für die Funktion unseres elektrischen Autopiloten. Zum Glück konnten wir das verlegte Kabel des alten Autopiloten nehmen, da wir den dazugehörigen Ruderlagengeber herausgebaut hatten. Der Einbau des Neuen in den „Untiefen“ des Hecks war eine Herausforderung.  Kopfüber mussten die Schrauben des alten gelöst werden, die Schiene (auf dem Foto zu sehen) abgemacht und angepasst werden. Danach wieder kopfüber in das dunkle Loch und den neuen so anbringen, das es passte. Das stellte sich als nicht so einfach heraus wie gedacht da wir beim Kalibrieren bemerkten das unser Ruder so nicht geradestand. Während Bert mit Werkzeug versuchte den Geber so einzustellen das ich auf dem Anzeigegerät genau die Mitte sah schaute ich fasziniert auf die roten oder grünen Balken die anzeigten, dass das Ruder nicht mittig stand. Die dazugehörigen Kommentare sind hier nicht wieder zu geben. Aber irgendwann war auch das geschafft.

Nett ist eine deutsche Anleitung zum Kalibrieren des Gerätes, allerdings lässt sich die Sprache der Anzeige nur von englisch auf Französisch umstellen. Wir beließen sie auf Englisch, damit war es nicht ganz so schwierig. Das Kalibrieren des Autopiloten muss sein, damit wir später im Wasser alles genauer einstellen können und später der Autopilot seine Arbeit richtigmachen kann. Das werden wir aber erst sehen, wenn wir offenes Wasser erreichen.

Am Steuergerät des Autopiloten war mittlerweile alles angeschlossen, die Schalter beschriftet und die Navigationsecke tatsächlich wieder sauber. Nach fast einem Jahr doch ein schöner Anblick.

Da wir nicht ohne einen Grill losfahren wollen haben wir uns entschieden einen kleinen Webergrill mitzunehmen. Der wurde gestern eingeweiht… nicht an Bord, noch zu Hause.  

Instrumente und viel Kabel

Leider machte das Wetter in den letzten Tagen nicht wirklich mit, zumindest was das Streichen und Schleifen anging. Aber immerhin haben wir etwas mehr Platz außen um das Boot herum.

Dafür war es im Boot nicht zu warm um weitere Kabel zu verlegen. Immerhin konnten wir den Motor wieder „einhausen“, also die Abdeckungen anbauen.

Der Einbau des Sensors für den elektrischen Autopiloten bereitete einige Kopfschmerzen. „Nicht mehr als 5° der möglichen Krängung, 1 Meter abseits aller elektromagnetischen Störungen…“ so ähnlich steht es in der Anbauanleitung, unter anderem. Das ist ja alles nett, aber immerhin hatte es auch noch ein Kabel, welches mit dem Kurscomputer verbunden werden musste. Nun hat er aber ein nettes Plätzchen…

Die Schalter des Schaltpaneels wurden angeschlossen und funktionieren, nur die Beschriftung fehlt noch.

Die drei GPS Antennen kamen auf ihre Plätze. Um zu testen, ob das AIS Gerät mit seiner Antenne kommunizieren konnte testen wir es. Zufrieden sahen wir die Lämpchen am Comar 200 angehen und auch das Senden schien zu funktionieren. Kurz darauf erhielt ich eine Nachricht über Facebook ob wir absichtlich ein MAYDAY Protokoll gesendet hätten? Öhm, nein hatten wir nicht. Immerhin wissen wir nun, dass das Senden funktioniert. Da muss nächstes Mal mit der Software auf dem Laptop geschaut werden, was der da herausgibt. Auch die Verbindung zum Plotter funktioniert noch nicht, aber wir sind guter Dinge, dass wir das noch hinbekommen.

Damit wir überhaupt senden bzw. empfangen konnten hatten wir ein neues Antennenkabel verlegen müssen und eine provisorische Antennenkonstruktion ans Heck gebaut.

Die Bedieninstrumente für Tiefe und den Autopiloten wurden eingebaut und müssen nun noch kalibriert werden.  Aber immerhin funktionieren sie.

Außen konnte ich leider nur einen kleinen Teil des Holzes weiter abschleifen und hoffe auf besseres Wetter.