Schleifen und Elektrik

Das sind die beiden Sachen die uns in den nächsten Wochen begleiten werden. Da ich Bert schlecht helfen kann bei der Elektronik, bauten wir das erste Stück der Reling ab. Nachdem es auf zwei Böcken lag konnte ich damit beginnen es abzuschleifen.

Da ich nicht die schnellste dabei bin werde ich wohl noch einige Zeit damit verbringen bis alles fertig ist. Damit an Bord ein besseres Gefühl herrscht haben wir die Reling durch Dachlatten ersetzt.

Innen beschäftigt sich Bert mit der Installation unseres Autopiloten, der GPS Antennen, der neuen Instrumente und der damit verbundenen Kabelei. Es liegen Kabel in der Navigationsecke von denen wir nicht wissen woher sie kommen bzw. wohin sie gehen, die lassen wir mal besser unangetastet liegen. Bei einigen anderen Kabeln kommt, nach dem durchmessen, ein „AHA“ Erlebnis. Andere sind zuzuordnen aber kaputt so, dass sie ersetzt werden müssen. Das gilt unter anderem auch für alle Funkkabel, so liegen mittlerweile meterweise RG 58 Kabel herum.

Zuerst allerdings werden die ersten Schalter angeschlossen und die Kabel in Kabelkanäle verlegt.

Unser Schlauchi …….

JA, wir haben wieder ein Schlauchi. Diesmal ein Zodiac mit Luftboden und einer Länge von 2,70 m. Diesmal war Berts spontaner Kommentar: “Ach herrje, ist das groß!“

Groß genug für uns Drei, allerdings auch nicht ganz leicht. Da müssen jetzt doch Davids her. Unter Deck bekommen wir das Boot nicht verstaut.

Am letzten Donnerstag war es dann soweit, eine erste Testfahrt stand an. Nach dem Aufpumpen kamen zuerst einmal die neuen Nummern an die Seiten.

Ein kleiner 2 Takt Außenborder mit 5 PS und eingebautem Tank sollte ausreichen um uns vorwärts zu bringen. Das mit dem Tank war für uns wichtig gewesen, so brauchen wir nicht noch zusätzlich mit einem Kanister herum zu hantieren.

Alles in allem waren wir sehr gespannt auf unsere erste „Dinghifahrt“ nach langer Zeit.

Selbst Buddy wurde mit der Zeit neugierig was da so an uns vorbeizog.

Uns hat es Spaß gemacht und wird sicherlich nicht die letzte Fahrt in diesem Sommer gewesen sein.

Wasser und AIS

Nachdem der Wasserhahn in der Küche schon auf der Fahrt von Düsseldorf seinen Dienst eingestellt hatte musste ein neuer her. Gleichzeitig ersetzte Bert die alten Wasserschläuche und ein Wasserfilter fand auch noch Platz unter der Spüle. Es war der einzige Platz wo wir späterhin den Aktivkohleeinsatz halbwegs vernünftig wechseln können.

Die Wasserpumpe nebst Filter und Ausgleichsgefäß für den Warmwasserbeuler kamen auch wieder an ihre Plätze.  Wenn die Bodenbretter geschlossen sind sieht man nichts von der Arbeit, die immerhin einige Stunden und einiges an Schweiß gekostet hat. Aber es ist ein gutes Gefühl, wieder etwas zurück gebaut zu haben.

Unser AIS Gerät bekam an dem Wochenende noch seinen Platz und die ersten Kabel konnten wir an der Navigationsecke verlegen.

Toilette und Kabel, Kabel, Kabel

Da es im Moment nachts noch ziemlich frisch ist und wir daher außen noch nicht weiter streichen können konzentrieren wir uns weiter auf den Innenraum. Nicht das da nicht noch genug zu tun wäre…

In der letzten Woche konnte Bert die neue Toilette anbauen. Endlich mal etwas fertig. Leider fiel ihm gestern ein, das dort noch ein Kabel verlegt werden muss. Nun ja …

In der Bugkabine musste der alte FI Schalter erneuert werden, da er nicht mehr auslöste. Das geht gar nicht, wie wichtig ein funktionierender FI ist hatten wir aus eigener Erfahrung in Portugal gelernt. Hätten wir damals keinen gehabt wer weiß was passiert wäre. Neben dem FI kam noch ein Stromzähler an die Wand. Nicht unbedingt nötig, aber wir hatten noch einen ganz Neuen im Keller liegen. Der dritte Schalter ist ein Umschalter. Für Landstrom und Inverter. Ein Test ergab: der Inverter funktioniert auch mit der Flex. Allerdings ging unsere alte Batterie dabei komplett in die Knie, aber Neue gibt es erst später.

Bei der ganzen Bastelei hörte ich plötzlich:“Ach du Sch***. Komm mal her und guck dir das an!“ Bert hatte das Landstromkabel, welches aus irgendwelchen Gründen auch noch in der Bugkabine mit Stecker und Steckdose versehen war, getrennt. Vor einiger Zeit hatte mal jemand in FB ein Bild mit genau einer solchen Kombination gepostet, dass uns so etwas jemals unterkommen würde daran hatten wir nicht geglaubt.  Tipp: das Kabel, was dort herunter hängt kommt direkt vom Landstrom.

Jedenfalls tauschte Bert Dose und Stecker kurz darauf um nun ist es ungefährlicher.

Um neue Instrumente und eine Schalttafel unter zu bringen haben wir ein Kästchen gebaut. So finden neben dem Funkgerät auch die Bedienelemente für Tiefe und den Autopiloten ihren Platz. Angeschlossen sind bisher jedoch nur die Stromkabel der Schalttafel. Aber gut aussehen tut’s schon mal…

Unsere Erlebnisse mit der Anjuli Nui findet ihr hier:

Unterwegs mit der Anjuli Nui