Es wird Herbst

So langsam wird es Herbst, auf der Werft merkt man es auch daran, dass die Boote immer enger zusammenstehen. Die Kletterei auf der Leiter wird dadurch nicht netter. Vor allem wenn Bert Buddy rauf oder runter transportiert.

ziemlich eng
ohne sich zu bewegen lässt sich Buddy tragen

Am letzten Samstag mussten wir noch den Wassertank entleeren und aussaugen. Die Wasserleitungen haben wir wieder, mit Hilfe einer Fußluftpumpe, entleert. Die Wasserpumpe und der Ausgleichsbehälter für das Warmwasser sind ausgebaut.

Wenn man schon mal dabei ist kann man ja mal schnell…. nun ja. Mal gucken was so unter den Brettern verbaut ist. Also die Starterbatterie abklemmen, versetzen und schon konnten wir das Brett abschrauben. Nächste Baustelle: Brett reparieren.

Ein Gutes hatte es aber, der Geber des alten Tiefenmessers war gefunden. Ob und wie wir dort evtl. den Geber des neuen Raymarine Gerätes einbauen können ist noch nicht wirklich klar. Wird verschoben aufs Frühjahr.

was man alles so unter einem Brett findet

Da wir schon mal das Loch offen hatten konnte man doch auch noch Kabel verlegen. Dafür musste nur noch ein Platz für den Inverter gefunden werden, zu mindestens theoretisch.

Die 35mm2 Kabel von der Batterie nach vorne zu legen um Strom für die, noch einzubauende, elektrische Ankerwinsch und eine elektrische Toilette, zu bekommen war eine etwas schweißtreibende Arbeit. Immerhin liegen sie jetzt schon mal bis in die Bugkabine. Aber nach mehreren Stunden hatten wir die Nase voll von irgendwelchen Kabeln, Schläuchen und Durchführungen durch irgendwelche Laminatbögen.

soviel Kabel

Buddy kam dann auch noch um zu kontrollieren ob wir das wohl richtig machen…

Kontrolle…

Immer noch das Dach

Letztes Wochenende versprach der Wetterbericht so richtig tolles Wetter und das wollten wir noch ausnutzen. Eigentlich war es angedacht am Holz und auf dem Dach mehrere Anstriche hinzubekommen so, dass wir über den Winter, einen Teil abgeschlossen hätten. Wenn, ja wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre und es sich nicht um ein Boot handeln würde.

Schnell… geht mal gar nichts.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir noch das Holz an den vorderen und hinteren Fenstern schleifen. Aber schon das war mehr Arbeit als wir gedacht hatten.

geschliffen
innen sieht es wüst aus.. aber außen immerhin schon einmal gestrichen

Auf dem, mit Primer gestrichenen, Dach brachten wir dann den ersten Anstrich mit dem 2 K Lack auf. Sah ja gut aus, aber wir brauchten wesentlich mehr Farbe als gedacht und so war schon nach diesem Anstrich unsere Dose leer. Das war so nicht geplant, immerhin kostet so eine Dose mal locker 45€ und 3 Anstriche sollen es sein. Nun ja…

nicht so schlecht geworden
so sollte es aussehen, wenn es fertig ist

Die Holzleisten wurden angeschliffen und mit purem Benar Öl gestrichen. So langsam wird es doch.

Am nächsten Tag legten wir dann unser Schiebeluk auf seinen Platz und so wird es über den Winter auch bleiben. Die letzten Anstriche machen wir erst im Frühjahr.

Aus dem Wassertank haben wir noch das restliche Wasser ausgelassen und müssen nun, beim nächsten Mal, die Schläuche und den Gasboiler durchpusten damit uns nichts einfriert.

Daheim kommen Wörterbücher für Französisch, Spanisch und Portugiesisch an. Auch das Yachtwörterbuch und das „internationale Yachtwörterbuch“ stehen wieder im Schrank und warten auf ihren Einsatz. Damals haben sie uns gut geholfen, daher möchte ich nun nicht darauf verzichten. Auch der erste Imray steht dort „Atlantic Islands“, neben den Guide Fluvial der Rhone, Saone und der Doubs.

Dach und Motor Probelauf

Das Dach oder „die unendliche Geschichte“.

Nachdem wir verschiedene Stellen am Dach gespachtelt hatten und diese geschliffen hatten konnten wir daran gehen unsere Dachluke wieder einzupassen. Eine der beiden Führungsschienen hatten wir abbauen müssen und wollten diese nun auf dem Dach wieder anschrauben. Das erwies sich als nicht so einfach wie gedacht, aber nach ungefähr 2 Stunden, einigen hier nicht wieder zu gebenden Ausdrücken und Händen voller Sika saß die Schiene an ihrem angestammten Platz. Auf unserer Einkaufsliste standen nun auch 10 mm Teakstopfen um die Schraubenlöcher wieder abzudichten.

Da das Wetter an den Tagen noch mitspielte konnten wir daran gehen den Primer, also den Untergrund, auf das Dach aufzutragen. Wir haben uns für die Farben von Epifanes entschieden und bisher sind wir zufrieden, wie hoffen das es so bleibt. Der Spachtel ließ sich gut schleifen und der Primer gut auftragen.

Auch das Holz am Dach bekam nun den ersten Anstich mit Benar Öl und sieht schon wieder ganz anders aus.
Primer

So langsam wird es Herbst und als es am letzten Freitag so geregnet hat, das wir nicht weiter machen konnten nutzten wir die Zeit für einen Besuch auf dem Weinfest in Neustadt/Weinstraße. Etwas essen und einen „Schoppen Neuen“ trinken, so lässt sich auch ein Regentag aushalten.

ein Schoppen Neuen

Samstagmorgen lugte dann sogar die Sonne hervor und wir entschieden uns dazu endlich den überfälligen Probelauf des Motors zu starten. Zum einen wollten wir Frostschutz einziehen und zum anderen musste geprüft werden ob die Ladung der Lichtmaschine mit dem Sterlingregler funktionierte.

Dazu musste ein Anschluss für das Kühlwasser gebastelt und der lange Wasserschlauch über den Platz gezogen werden. Mir selber geht es immer gar nicht gut dabei, wenn man den Motor eines Bootes starten muss, wenn dieses nicht im Wasser liegt. Aber es half ja nichts.

Auf meine Frage, ob ich irgendwas machen könnte kam von Bert nur die Antwort: „Beten!“

Probelauf

Tatsächlich, der Motor sprang an ohne zu mucken.

Auch die Ladung der Lichtmaschine funktionierte und die Lämpchen am Sterlingregler gingen auf „grün“, alles okay. Bei uns machte sich Erleichterung breit.

Batteriemonitor
alles Grün 🙂

Nachdem noch das Frostschutzmittel eingezogen war konnten wir den Motor ausstellen und dem kommenden Winter beruhigter entgegensehen. Nun muss noch das Wasser aus dem Tank und den Schläuchen entleert werden aber das ist eine Aufgabe für das nächste Mal.