Weitere Elektrik und Vorbereitungen

Da wir uns eine elektrische Ankerwinsch besorgt haben und diese gegen die manuelle austauschen wollen musste wieder einmal Kabel verlegt werden. Es ist ziemlich mühselig zwei 35² Kabel durch diverse Öffnungen zu schieben, so dass es möglichst unauffällig ist. Aber das dicke Kabel benötigen wir an der Winsch. Der Einbau der Winsch selber muss noch warten, wir brauchen noch ein speziell angefertigtes Stück Holz.

Das dazugehörige Relais konnte danach verbaut werden und auch die Sicherung fand ihren Platz. In dem Zug konnten auch andere Kabel vorbereitet werden, so dass es später mit dem Einbau und der Verkabelung einer zweiten Servicebatterie vielleicht etwas einfacher ist.

Zurzeit stehen große Verteilerdosen auf jedem Einkaufszettel, zum Glück konnten die Kabelschuhe in größeren Mengen gekauft werden…

Ein ganz großes Thema ist auch noch die Auswechslung der Wellendichtung, wir wollen eine neue Gleitringdichtung einbauen. Dazu jedoch musste erst einmal die alte Gummimanschette heraus damit wir messen konnten wie dick das Stevenrohr ist.

Ein Stevenrohr ist in einem Boot das verbindende Teil zwischen Antriebsmotor und Propeller. Durch das Rohr läuft die Antriebswelle für den Propeller.

Erst mit dem Maß und dem Wissen „Wir haben eine 40er Welle“ können wir nun die neue Dichtung bestellen. Der Einbau wird wohl auch noch ein größeres Kapitel.

Im Internet haben wir Davids ergattern können, die wir Letztens geholt haben. Auch die müssen noch ans Boot, aber eins nach dem anderen.

Buddy war ziemlich geschafft, als wir an dem Tag wieder heim kamen 🙂

Es geht vorwärts

Diesmal hatten wir den Laptop mitgebracht und Bert einen Anschluss gebastelt so, dass wir ihn an das AIS Gerät anschließen konnten. Mit Hilfe eines speziellen Programms konnten wir die „Mayday Meldung“ abstellen und die Baudrate so umstellen, dass wir die AIS Meldungen nun auch auf dem Plotter empfangen. Uns fiel ein Stein vom Herzen, nichts kaputt, nur eine falsche Einstellung.

Danach konnten endlich alle Kabel wieder hinter diversen Abdeckungen verschwinden. Diese mussten teilweise allerdings mit der Stichsäge auf eine jetzt passende Größe zugeschnitten werden. Ziemlich zickig benahm sich auch das halb ausgebaute Rollo des mittleren Fensters. Aber nach einer knappen Stunde die mit viel Flüchen garniert war ließ auch das sich wieder ziehen.

Danach war der Einbau des Ruderlagengebers angesagt. Dieser ist wichtig für die Funktion unseres elektrischen Autopiloten. Zum Glück konnten wir das verlegte Kabel des alten Autopiloten nehmen, da wir den dazugehörigen Ruderlagengeber herausgebaut hatten. Der Einbau des Neuen in den „Untiefen“ des Hecks war eine Herausforderung.  Kopfüber mussten die Schrauben des alten gelöst werden, die Schiene (auf dem Foto zu sehen) abgemacht und angepasst werden. Danach wieder kopfüber in das dunkle Loch und den neuen so anbringen, das es passte. Das stellte sich als nicht so einfach heraus wie gedacht da wir beim Kalibrieren bemerkten das unser Ruder so nicht geradestand. Während Bert mit Werkzeug versuchte den Geber so einzustellen das ich auf dem Anzeigegerät genau die Mitte sah schaute ich fasziniert auf die roten oder grünen Balken die anzeigten, dass das Ruder nicht mittig stand. Die dazugehörigen Kommentare sind hier nicht wieder zu geben. Aber irgendwann war auch das geschafft.

Nett ist eine deutsche Anleitung zum Kalibrieren des Gerätes, allerdings lässt sich die Sprache der Anzeige nur von englisch auf Französisch umstellen. Wir beließen sie auf Englisch, damit war es nicht ganz so schwierig. Das Kalibrieren des Autopiloten muss sein, damit wir später im Wasser alles genauer einstellen können und später der Autopilot seine Arbeit richtigmachen kann. Das werden wir aber erst sehen, wenn wir offenes Wasser erreichen.

Am Steuergerät des Autopiloten war mittlerweile alles angeschlossen, die Schalter beschriftet und die Navigationsecke tatsächlich wieder sauber. Nach fast einem Jahr doch ein schöner Anblick.

Da wir nicht ohne einen Grill losfahren wollen haben wir uns entschieden einen kleinen Webergrill mitzunehmen. Der wurde gestern eingeweiht… nicht an Bord, noch zu Hause.  

Instrumente und viel Kabel

Leider machte das Wetter in den letzten Tagen nicht wirklich mit, zumindest was das Streichen und Schleifen anging. Aber immerhin haben wir etwas mehr Platz außen um das Boot herum.

Dafür war es im Boot nicht zu warm um weitere Kabel zu verlegen. Immerhin konnten wir den Motor wieder „einhausen“, also die Abdeckungen anbauen.

Der Einbau des Sensors für den elektrischen Autopiloten bereitete einige Kopfschmerzen. „Nicht mehr als 5° der möglichen Krängung, 1 Meter abseits aller elektromagnetischen Störungen…“ so ähnlich steht es in der Anbauanleitung, unter anderem. Das ist ja alles nett, aber immerhin hatte es auch noch ein Kabel, welches mit dem Kurscomputer verbunden werden musste. Nun hat er aber ein nettes Plätzchen…

Die Schalter des Schaltpaneels wurden angeschlossen und funktionieren, nur die Beschriftung fehlt noch.

Die drei GPS Antennen kamen auf ihre Plätze. Um zu testen, ob das AIS Gerät mit seiner Antenne kommunizieren konnte testen wir es. Zufrieden sahen wir die Lämpchen am Comar 200 angehen und auch das Senden schien zu funktionieren. Kurz darauf erhielt ich eine Nachricht über Facebook ob wir absichtlich ein MAYDAY Protokoll gesendet hätten? Öhm, nein hatten wir nicht. Immerhin wissen wir nun, dass das Senden funktioniert. Da muss nächstes Mal mit der Software auf dem Laptop geschaut werden, was der da herausgibt. Auch die Verbindung zum Plotter funktioniert noch nicht, aber wir sind guter Dinge, dass wir das noch hinbekommen.

Damit wir überhaupt senden bzw. empfangen konnten hatten wir ein neues Antennenkabel verlegen müssen und eine provisorische Antennenkonstruktion ans Heck gebaut.

Die Bedieninstrumente für Tiefe und den Autopiloten wurden eingebaut und müssen nun noch kalibriert werden.  Aber immerhin funktionieren sie.

Außen konnte ich leider nur einen kleinen Teil des Holzes weiter abschleifen und hoffe auf besseres Wetter.

Schleifen und Elektrik

Das sind die beiden Sachen die uns in den nächsten Wochen begleiten werden. Da ich Bert schlecht helfen kann bei der Elektronik, bauten wir das erste Stück der Reling ab. Nachdem es auf zwei Böcken lag konnte ich damit beginnen es abzuschleifen.

Da ich nicht die schnellste dabei bin werde ich wohl noch einige Zeit damit verbringen bis alles fertig ist. Damit an Bord ein besseres Gefühl herrscht haben wir die Reling durch Dachlatten ersetzt.

Innen beschäftigt sich Bert mit der Installation unseres Autopiloten, der GPS Antennen, der neuen Instrumente und der damit verbundenen Kabelei. Es liegen Kabel in der Navigationsecke von denen wir nicht wissen woher sie kommen bzw. wohin sie gehen, die lassen wir mal besser unangetastet liegen. Bei einigen anderen Kabeln kommt, nach dem durchmessen, ein „AHA“ Erlebnis. Andere sind zuzuordnen aber kaputt so, dass sie ersetzt werden müssen. Das gilt unter anderem auch für alle Funkkabel, so liegen mittlerweile meterweise RG 58 Kabel herum.

Zuerst allerdings werden die ersten Schalter angeschlossen und die Kabel in Kabelkanäle verlegt.

Unser Schlauchi …….

JA, wir haben wieder ein Schlauchi. Diesmal ein Zodiac mit Luftboden und einer Länge von 2,70 m. Diesmal war Berts spontaner Kommentar: “Ach herrje, ist das groß!“

Groß genug für uns Drei, allerdings auch nicht ganz leicht. Da müssen jetzt doch Davids her. Unter Deck bekommen wir das Boot nicht verstaut.

Am letzten Donnerstag war es dann soweit, eine erste Testfahrt stand an. Nach dem Aufpumpen kamen zuerst einmal die neuen Nummern an die Seiten.

Ein kleiner 2 Takt Außenborder mit 5 PS und eingebautem Tank sollte ausreichen um uns vorwärts zu bringen. Das mit dem Tank war für uns wichtig gewesen, so brauchen wir nicht noch zusätzlich mit einem Kanister herum zu hantieren.

Alles in allem waren wir sehr gespannt auf unsere erste „Dinghifahrt“ nach langer Zeit.

Selbst Buddy wurde mit der Zeit neugierig was da so an uns vorbeizog.

Uns hat es Spaß gemacht und wird sicherlich nicht die letzte Fahrt in diesem Sommer gewesen sein.

Wasser und AIS

Nachdem der Wasserhahn in der Küche schon auf der Fahrt von Düsseldorf seinen Dienst eingestellt hatte musste ein neuer her. Gleichzeitig ersetzte Bert die alten Wasserschläuche und ein Wasserfilter fand auch noch Platz unter der Spüle. Es war der einzige Platz wo wir späterhin den Aktivkohleeinsatz halbwegs vernünftig wechseln können.

Die Wasserpumpe nebst Filter und Ausgleichsgefäß für den Warmwasserbeuler kamen auch wieder an ihre Plätze.  Wenn die Bodenbretter geschlossen sind sieht man nichts von der Arbeit, die immerhin einige Stunden und einiges an Schweiß gekostet hat. Aber es ist ein gutes Gefühl, wieder etwas zurück gebaut zu haben.

Unser AIS Gerät bekam an dem Wochenende noch seinen Platz und die ersten Kabel konnten wir an der Navigationsecke verlegen.

Toilette und Kabel, Kabel, Kabel

Da es im Moment nachts noch ziemlich frisch ist und wir daher außen noch nicht weiter streichen können konzentrieren wir uns weiter auf den Innenraum. Nicht das da nicht noch genug zu tun wäre…

In der letzten Woche konnte Bert die neue Toilette anbauen. Endlich mal etwas fertig. Leider fiel ihm gestern ein, das dort noch ein Kabel verlegt werden muss. Nun ja …

In der Bugkabine musste der alte FI Schalter erneuert werden, da er nicht mehr auslöste. Das geht gar nicht, wie wichtig ein funktionierender FI ist hatten wir aus eigener Erfahrung in Portugal gelernt. Hätten wir damals keinen gehabt wer weiß was passiert wäre. Neben dem FI kam noch ein Stromzähler an die Wand. Nicht unbedingt nötig, aber wir hatten noch einen ganz Neuen im Keller liegen. Der dritte Schalter ist ein Umschalter. Für Landstrom und Inverter. Ein Test ergab: der Inverter funktioniert auch mit der Flex. Allerdings ging unsere alte Batterie dabei komplett in die Knie, aber Neue gibt es erst später.

Bei der ganzen Bastelei hörte ich plötzlich:“Ach du Sch***. Komm mal her und guck dir das an!“ Bert hatte das Landstromkabel, welches aus irgendwelchen Gründen auch noch in der Bugkabine mit Stecker und Steckdose versehen war, getrennt. Vor einiger Zeit hatte mal jemand in FB ein Bild mit genau einer solchen Kombination gepostet, dass uns so etwas jemals unterkommen würde daran hatten wir nicht geglaubt.  Tipp: das Kabel, was dort herunter hängt kommt direkt vom Landstrom.

Jedenfalls tauschte Bert Dose und Stecker kurz darauf um nun ist es ungefährlicher.

Um neue Instrumente und eine Schalttafel unter zu bringen haben wir ein Kästchen gebaut. So finden neben dem Funkgerät auch die Bedienelemente für Tiefe und den Autopiloten ihren Platz. Angeschlossen sind bisher jedoch nur die Stromkabel der Schalttafel. Aber gut aussehen tut’s schon mal…

Unsere Erlebnisse mit der Anjuli Nui findet ihr hier:

Unterwegs mit der Anjuli Nui

So langsam geht es weiter

Inverter

Viel Kabel musste verlegt werden. 220V Kabel vom Motorraum, durch das halbe Boot, nach vorne in die Bugkabine ebenso wie 10 Meter 35 mm² Kabel die gleiche Strecke. Wir entdeckten dabei Kabeldurchführungen und freie Luft zwischen Holzabtrennungen die uns dabei halfen alles vernünftig zu verlegen.

Bodenbretter wurden aufgestellt, auf den Knien versucht die störrischen dicken Kabel durch irgendwelche Löcher zu bringen und dabei möglichst nicht irgendetwas anderes Wichtiges, wie z.B. den Wassertank, kaputtzutreten.

Die 12V Verkabelung, von der Batterie im Motorraum kommend teilt sich vor dem Bad auf. Ein Zweig geht ins Bad und der andere soll in der Bugkabine später eine Kühlbox mit Strom versorgen.

Die 220V haben Anschluss an den Inverter, der nun seinen Platz im Motorraum gefunden hat und somit eine kurze Verbindung zur Batterie vorhanden sein wird.

Der Inverter verfügt über eine Fernbedienung so, dass wir nicht jedes Mal die Abdeckung des Motorraumes öffnen müssen und halb hineinkriechen, wenn wir ihn ein- bzw. ausschalten wollen.

Elektrische Toilette

Nachdem wir beide manuelle Toiletten rausgeworfen und uns entschlossen haben eine elektrische einzubauen hatten wir uns auf der Messe ja so einige angeschaut. Entschieden haben wir uns wieder für eine Jabsco, mit zwei Wasserpumpen. Dabei ist möglich zu spülen oder auch nur abzupumpen, oder halt beides zusammen.

Nachdem das Kabel verlegt war konnte Bert daran gehen die Bedienung der Toilette anzubringen.

Den Unterbau des Sockels mussten wir drehen, da der Ablauf der Toilette bei uns auf der „falschen“ Seite saß. So bekamen wir den Schlauch nicht verlegt.

Aber die Wasserpumpe konnten wir anbringen und auch messen was uns noch an Schlauch fehlt. Neben Edelstahlschlauchschellen, 90° Winkel, Sicherungen und Schlossschrauben. Baumarkt… wir kommen.

Leider passte das Brett auf dem das Becken angeschraubt wird nicht mehr wirklich und der Zettel für den nächsten Baumarkteinkauf wurde um die Notiz „Multiplexplatte 15mm 40*60“ erweitert.

Daheim konnten wir es mit der Kreissäge zuschneiden und an Bord fertig einpassen. Nun fehlten nur noch die Lasur und der Lack muss noch drauf.

Buddy zeigte uns zeitweise, was er von dem ganzen Theater hielt… einschläfernd… immerhin hatte er eine freie Stelle gefunden.

Nachdem der Diesel im Moment richtig günstig ist, wir hatten schon lange nicht mehr für unter einen Euro getankt, füllen wir unsere Tanks mit Hilfe der Kanister. Der Schüttelschlauch war das Erste was wir auf der Messe erstanden haben.

Messe und Klappis

Im Januar waren wir auf der Messe „BOOT“ in Düsseldorf. Mit unserem Wohnwagen konnten wir auf dem großen Parkplatz gut stehen und die beiden Tage auf der Messe nutzen.

Es war schon am ersten Tag sehr voll und wir waren froh jemanden am Raymarine Stand erwischen zu können. Wir ließen uns noch einmal erklären was wir benötigen um einen elektrischen Autopiloten an unser hydraulisches Rudersystem anzuschließen.  Die Auskünfte deckten sich mit unseren Vorabinformationen und am zweiten Messetag entschlossen wir uns, den ACU 200 zu kaufen. Mit allen möglichen Anschlussstücken, Kabeln, Ruderlagengeber und p70s Bedienteil.

das wird ein lustiges Einbauen…

Der nächste Weg führte uns zum Stand von SVB. Schon zu Hause hatten wir nach einer elektrischen Toilette geguckt und von SVB die Information erhalten das diese nur per Spedition ausgeliefert würde. Das verteuerte das ganze doch ziemlich.

Auf der Messe informierten wir uns über diverse Toiletten und blieben dann doch wieder bei der von Jabsco stehen. Das sollte sie dann auch werden und man sicherte uns zu, sie ohne Transportkosten zu liefern. Das war eine Aussage und wir bestellten gleich unseren Wunschanker dazu.

Die einzige wirkliche Ausbeute der Messe war, außer Bestellungen und vielen Informationen, der Kauf eines Schüttelschlauches. Der passte gut in den Rucksack …

Kühlboxen haben wir uns diverse angesehen und konnten so einige, in Gedanken, aussortieren. Etwas seltsam wurden wir angesehen, wenn wir mit einem Maßband die Boxen abgemessen haben. Aber durch unsere Tür in der Bugkabine passt nun mal nicht alles durch.

Eine Woche nachdem wir wieder zu Hause waren trafen die ersten Pakete ein. Jetzt muss das alles nur noch verbaut werden…

noch in der Garage

Der 20kg Bügelanker wirkt doch gewaltig und Bert meinte nur: „Unser Alter war nicht so groß.“

Aber auf unseren alten Fotos ist genau zu sehen, das wir damals einen identischen Anker hatten. Wir werden sehen, wenn er an Bord hängt.

In der letzten Woche bekamen wir noch unsere „neuen“ Klappis. Klappräder, ohne die wir sicher nicht losfahren werden. Diesmal aber E Bikes, unserem Alter schulden wir etwas… Schön stabil und mit Gepäckträger.

„Wo bekommen wir die unter?“ ich antwortete mit einem Schulterzucken, auch das sehen wir dann. Bert vermisst jetzt schon die große Bakskiste: alles rein, Klappe zu… die Nauticat verfügt leider nicht über eine Solche. Das wird anders gehen müssen.