Segel

In den vergangenen Tagen kamen wir nun auch einmal dazu, uns unsere Segel anzugucken. Beim Kauf waren diese alle in diversen Shaps verstaut gewesen und wir haben sie, beim Ausräumen, mit nach Hause genommen.

Bisher hatten wir nur gesehen, dass sie alle Drei die typische braune Farbe der Nauticat Segel haben. Vom Voreigner wissen wir, dass er kaum jemals ein Segel oben hatte geschweige denn überhaupt angeschlagen.

Gespannt schlugen wir das Tuch der einzelnen Segel auseinander und waren angenehm überrascht. Das Groß- sowie das Besansegeln sehen aus als wäre sie kaum benutzt. Die Nähte sind heile und stabil genäht.

Besansegel

Das Vorsegel, eine Rollgenua, ist wohl mal erneuert worden. Ihre Farbe erscheint eher rostfarben als braun. Aber auch sie sieht noch sehr gut aus, aber benutzter als die anderen Beiden.

Großsegel

Gut verpackt liegt jetzt alles wieder in der Garage und wartet auf den Einsatz. Wir sind guter Dinge, dass wir mit diesen Segeln erst einmal gut klarkommen.

Dachluke, weiteres …

Nachdem wir die Luke von Bord gebracht und sie im Trockenen der Halle hatten fing es pünktlich an zu regnen. Hat doch gut geklappt.  Dank dem Wassersportverein Bergstraße dürfen wir in deren großer Werkhalle arbeiten.

Als erstes hatte Bert das Holz komplett abgeschliffen, der äußere Rahmen besteht aus Teakholz und innen ist es Mahagoni.

Löcher abdichten

Dann mussten wir die neue Scheibe einkleben. Das ist eine wirklich üble Arbeit, da das Sikaflex leider nicht nur da ist wo es hingehört.

Sika 995i

 „Es springt einen an, wenn man näher als einen Meter ist,“ so hatte ich schon mal, vor Jahren, gesagt und es bewahrheitete sich wieder. Obwohl nur Bert mit dem schwarzen Sika und der Kartuschen Spritze arbeitete sah ich am Ende des Nachmittags aus als hätte ich meine Hände in dem Zeug gebadet.

Nachdem die Scheibe aufgeklebt war wurde sie mit den Leisten wieder befestigt. Nun hoffen wir, dass es dicht ist.

sitzt, passt …

Am nächsten Morgen war das Sikaflex soweit fest, das Überstehendes abgeschnitten werden konnte. Danach konnten wir uns an den ersten Anstrich machen.

Oben mit Benaröl und innen mit Klarlack.

erster Anstrich

Wir sind gespannt wie es aussieht, wenn die Anstriche fertig sind. Bis dahin dauert es noch ein wenig, aber bis jetzt schaut es nicht so schlecht aus.

Dachluke

Schon in Lemmer hatten wir bemerkt, dass unsere Dachluke ein wenig undicht war. An den Ecken des Fensters kam Wasser hinein, wenn es stark regnete. Um das zu beheben würden wir das komplette Fenster neu abdichten müssen. Das ist etwas was wir vor dem Winter möglichst noch fertigbekommen wollen.

Mit dem Ausbau von Fenstern am Boot haben wir so unsere Erfahrungen und die sind nicht die Besten. Diesmal jedoch war der Ausbau des Dachfensters tatsächlich kein riesen Problem und wir bekamen das Plexiglasfenster ohne Schäden hinaus. Das lag aber auch daran, dass es nicht wirklich mehr gut abgedichtet war und so das Wasser in den Ecken durchdringen konnte.

Scheiben Ausbau
schwarzer Dreck wohin man guckt

Nach dem Ausbau entschieden wir uns dafür es doch durch ein neues Fenster zu ersetzen. Das steht mittlerweile in der Garage muss „nur“ noch eingebaut werden.

Da wir das Holz neu lackieren bzw. ölen wollen muss es vorher abgeschliffen werden. Dazu musste der Rahmen des Schiebeluks komplett ausgebaut werden. Aber wie bekommt man das Luk aus der Schiene, wenn sich dahinter Holzblöcke für die Aufnahme der Badeleiter befinden?

„Die müssen weg.“ Nachdem wir feststellten, dass es mit ein bisschen Ruckeln und Schrauben entfernen nicht getan war kam der Satz zum Tragen: Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt. In diesem Fall war es der Einsatz der Stichsäge.  Okay die beiden Blöcke waren sowieso ziemlich kaputt und müssen ersetzt werden.

Endlich konnten wir die Luke komplett abnehmen und kommen jetzt, hoffentlich, überall ran um zu schleifen.

Die Befestigungsleisten des Fensters haben wir geschliffen und auch sie werden mit UVR Benar Holzöl behandelt. 

Ladegerät, BM1, Sterlingregler und Ölwechsel

Ein neues Ladegerät für die Batterien musste her und wir entschieden uns für ein Gerät mit welchem wir den Stand der Batterien auch über eine App ansehen können. Maximal drei Batterien können angeschlossen werden und so sind wir auch für später gerüstet. Es funktioniert bisher sehr gut.

Batterieladegerät

Da wir damals mit einem BM1 Batteriemonitor von NASA sehr gute Erfahrungen gemacht hatten war schnell klar, so etwas brauchen wir wieder. So hat man den Stromverbrauch und die Ladung der Batterien gut im Blick. Bei Überfahrten oder vor Anker war das Gerät immer ein wenig wie Fernsehen gucken.

BM1

Um das Gerät anzuschließen musste Bert sich die ganze Verkabelung hinter unserem Ruder genauer ansehen und so entschlossen wir uns, auch einen Sterlingregler gleich einzubauen.

Sterlingregler

Zu Hause kamen Pakete mit Kabeln verschiedener Stärken, eine große Crimpzange, Kabelschuhe diverser Größen und was noch so an Kleinigkeiten benötigt werden. 35 Quadratkabel hatten wir schon mal mit einem kleinen Schraubstock gepresst, diesmal gingen wir etwas professioneller an die Sache heran. Wenn das diesmal so gut hält wie damals ist alles gut.

was man alles so braucht

Um zu sehen ob der Regler auch funktioniert müssen wir den Motor laufen lassen, was an Land einige Vorbereitungen erfordert. So haben wir das ein wenig nach hinten verschoben.

Zwischendurch konnten wir einen Ölwechsel beim Motor machen und haben festgestellt, dass der Wechsel des Ölfilters nicht so einfach ist. Es gibt keine Kartusche, sondern ein Einsatz ist auszuwechseln. Laut Beschreibung, die haben wir nur auf Holländisch, soll ein knapper Liter Öl in den Einsatz uns so befestigt werden. Wie das funktionieren soll ist uns ein Rätsel und ob man beim Einbau des Motors an solche „Kleinigkeiten“ nicht gedacht hat ist uns auch schleierhaft. Dieser besagte Behälter mit immerhin einem knappen Kilo Flüssigkeit darin muss nämlich von unten angeschraubt werden. Dabei muss er hochgedrückt und die Schraube genau mittig fassen. Nach ungefähr 3 Stunden war uns klar, so schaffen wir das nicht. Man kann es nicht sehen und muss über Kopf arbeiten. Auch ohne das Öl haben wir noch einen ganzen Nachmittag daran gesessen. Das Öl wurde dann mit Hilfe einer Spritze und eines dünnen Schlauchs hineingepresst. Wir hoffen nun, dass es dicht ist, aber auch das werden wir erst beim Testlauf des Motors merken.

ganz unten sitzt der Ölfilter

Komplett durchgeschwitzt und voller Schrammen schauten wir uns öfter an und meinten nur: „Kauf dir ein Boot, das ist fein! Warum tun wir uns das eigentlich an?“ Ein Grinsen geht dann über unsere Gesichter und abends schauen wir nach wie das Wetter in Lagos/Portugal oder auf Teneriffa ist.

Ruder

Hydraulikpumpe am Ruder

Also bauten wir als erstes unser Ruder ab und die Hydraulik der Steuerung aus. Das klingt jetzt so einfach, war es aber nicht. Die Pumpe musste zerlegt werden um zu gucken was genau damit nicht mehr in Ordnung war. Nachforschungen hatten ergeben, dass es diese Pumpe nicht mehr neu gab, dazu ist sie einfach zu alt. Jeder Händler hatte uns erklärt, dass diese Sachen ewig halten würden und seit Jahren so nicht mehr gebaut werden. In neuerer Form gibt es diese Steuerungen natürlich.  Wahrscheinlich sind 40 Jahre schon eine Ewigkeit…

Nachdem Bert es geschafft hatte die Pumpe zu zerlegen, soweit es irgend ging, wurde das Problem ersichtlich. Ein Stück einer Platte war herausgebrochen und von einer Feder waren nur noch Teile vorhanden. Zum Glück waren die Plunger heile. Im Internet forschten wir nach Ersatzteilen und wurden auch fündig. Zum Glück scheinen solche Teile in Hydraulikpumpen genormt zu sein und man muss nur die richtigen Maße haben.

Der Zusammenbau war „Fusselarbeit“ und wir danken hier auch mal dem Wassersportverein Bergstraße in Lampertheim ganz herzlich. Zum einen, weil wir dort mit unserem Wohni stehen dürfen, für die Hilfe, die nette Aufnahme und dafür das wir auch in der Halle arbeiten können.  Mit Hilfe vom Schraubstock und diversen anderen Werkzeugen war der Zusammenbau einfacher.

Dann endlich, der Einbau und Test. Nachdem wir frisches Hydrauliköl eingefüllt hatten und am Ruder drehten freuten wir uns als es sich problemlos in die eine Richtung drehen ließ. Als wir das jedoch mit der anderen Seite probierten war es aus mit der Freude, das Öl spritzte uns oben wieder heraus und das Ruder bewegte sich keinen Millimeter. So ein….

Also wieder alles abbauen, das Ruder zurück in die Heckkabine und die Pumpe wieder mitnehmen und nochmal auseinander bauen. Zuerst aber einmal Luft holen und überlegen woran das liegen könnte. Bert hatte eine Idee und setzte diese dann noch am selben Nachmittag um. In den Tagen habe ich viel über Hydraulikpumpen und Plummerpumpen gelernt, man lernt ja nie aus.

Am nächsten Morgen nochmaliger Versuch und Einbau. Wieder Öl einfüllen, mit Spritze und Schlauch, und Test. Tatsächlich, es funktioniert.  Nachdem wir die Luft aus dem System heraushatten konnten wir das Ruder in beide Richtungen bewegen und auch über die Pumpe des Autopiloten funktioniert unsere Steuerung wieder. Eine Baustelle scheint behoben zu sein.

btr

Erste Schritte

Schon nach kurzer Zeit wechselte unser Boot vom Liegeplatz im Wasser auf einen Landplatz und wir konnten anfangen.

Zuerst einmal musste ausgeräumt werden und wieder einmal verwandelte sich eine Garage von uns in ein Lager voller Leinen, Matratzen, Fender usw.

Das Innere der Anjuli Bai verwandelte sich derweil in ein ziemlich chaotisches Durcheinander, obwohl wir immer wieder versuchen ein wenig Ordnung hinein zu bringen.

im Salon

Während sich daheim die Paketboten die Klinge in die Hand gaben überlegten wir wo wir am besten anfangen sollten.

Ganz klarer Priorität hatte unser hydraulisches Steuer und der Einbau eines Ladegerätes.

Neuerungen in Düsseldorf

Nachdem unsere Hydrauliksteuerung nicht mehr hundertprozentig funktionierte und wir in Düsseldorf keine Möglichkeiten hatten um uns genauer damit auseinander zu setzen musste eine Übergangslösung her.

Ein alter Autopilot ist eingebaut, mit Hydraulikpumpe. Diese Pumpe wollten wir benutzen um mit Hilfe eines „Joysticks“ das Lenkrad zu umgehen. Klingt ein wenig kompliziert war aber durchaus machbar, mit relativ geringem Aufwand. Der „Joystick“ ist ein kleiner Schalter aus einem Elektronikmarkt und damit man ihn besser bedienen kann kam ein Holzkästchen dazu.

Steuerstand

Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass wir die restliche Tour von Düsseldorf aus ohne diesen Schalter nicht geschafft hätten. Die Lenkung funktionierte ohne Probleme, der Pumpe des alten Autopiloten und Berts Erfindungsgeist sei Dank.

Im Winter hatten wir uns auch noch einen Raymarine Plotter gekauft. Nachdem wir auf der „BOOT“ in Düsseldorf die Neuheiten der bekannten Marken betrachtet hatten war uns klar: wir brauchen ein Gerät auf dem wir auch etwas erkennen können. Nachdem wir jahrelang mit Raymarine gute Erfahrungen gemacht haben werden auch unsere neuen Geräte wieder von dort kommen. Auf der Messe konnten wir die neuen Touchscreen Geräte testen. Was an dem Messestand schön bunt aussah und sich gut bedienen ließ möchte ich auf einem Boot was sich doch mehr bewegt als der Hallenboden, nicht haben. Ich stellte mir immer vor wie es ist, wenn man bei Seegang versucht das richtige Feld zu treffen…

Unsere Entscheidung fiel auf einen älteren Raymarine Plotter der E Serie, mit Knöpfen und einer Navionicskarte für Europa.  Schön groß, so dass die Karte auch für uns gut zu erkennen ist. Schließlich wird man nicht jünger und die Augen nicht besser…

der „neue“ Plotter

Last but not least gab es noch einen anderen Stuhl für den Steuermann. Dabei mussten wir ebenfalls improvisieren aber das Ergebnis brachte den gewünschten Erfolg: man saß bequemer während des Steuerns. Eigentlich sind wir nicht diejenigen die gern am Ruder stehen, dafür gibt es elektrische Autopiloten. Aber auf dem Fluss bleibt uns nichts Anderes, da müssen wir es so bequem wie möglich machen.

Steuersitz

Back to the roots…

Wieder einmal machten wir uns Gedanken darüber, wohin wir unser Schiff bringen konnten damit wir es in der Nähe haben. Ständig nach Lemmer zu fahren, wo sie anfangs noch lag, kam nicht in Frage.

Nachdem wir bei den Möglichkeiten in der Nähe angefragt hatten kamen wir zu dem Schluss: wir gehen wieder nach Lampertheim.  Wir wollten selber machen und auch mit unserer Vorstellung von zwei Jahren hatten wir schon bei so Einigen Stirnrunzeln hervorgerufen.  Nicht so beim Bootshaus Kern.

Mitte September 2018 machten wir, in Lemmer, die Leinen los. Einige Tage vorher waren die beiden Masten gelegt worden, mit Hilfe des Voreigners und seiner Freunde die dieses Prozedere schon seit Jahren gemacht hatten. Wir hatten alles festgehalten und werden sehen ob wir uns das Zutrauen oder doch lieber mit Hilfe eines Kranes die Masten wieder stellen, bis dahin vergeht sicher noch Zeit.

Vor uns lag die gleiche Strecke die wir 2010, mit der Anjuli Nui, gefahren waren. Diesmal in die andere Richtung und den Rhein stromaufwärts.

Die Ankündigung eines 3er Windes, direkt von vorne ließ uns sehr früh starten. Vor uns lagen 30 sm bis zur Einfahrt in die Ijssel. Nach knapp 2 Stunden wussten wir wieder, warum wir das Ijsselmeer nicht mögen. Hakige, kurze Wellen schüttelten uns ziemlich durch und Buddy machte zeitweise den Eindruck als hätte er mit allem abgeschlossen.  

Am Abend machten wir in Hattem fest und waren glücklich den ersten Teil hinter uns zu haben. Die nächsten Tage brachten uns gemächlich die Ijssel hoch bis zum Rhein. Das Wetter spielte mit und wir gewöhnten uns wieder an das „Unterwegssein“.

Lange hatten wir hin und her gerechnet, wie lange wir für die Strecke brauchen könnten. Je höher wir den Rhein hinauf kämen desto stärker ist dessen Strömung. Mit den 80 PS des Ford Diesels hatten wir eine gute Chance eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 10 km/h zu schaffen.

Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre. Wenn wir nicht im trockensten Sommer seit Jahrzenten unterwegs gewesen wären. Was in der Ijssel kein Thema war holte uns auf dem Rhein sehr schnell ein, der Wasserstand. Jeden Hafen den wir anlaufen wollten riefen wir von unterwegs an, ob wir hineinkämen. Wir kamen bis zum Medienhafen nach Düsseldorf. Kein Hafen danach hatte noch genug Wasser, dass es für uns reichte.  So entschieden wir uns das Boot den Winter über dort zu lassen.

Ein Erlebnis welches wir kurz vor Düsseldorf hatten trug auch zu dieser Entscheidung bei. Unser Ruder blockierte plötzlich und ließ sich nicht mehr bewegen. Manövrierunfähig mitten auf dem Rhein ist kein Erlebnis was man braucht.  Da wir, bei gelegtem Mast, keine weite Funkverbindung hatten musste ich hoffen das jemand die Funksprüche überhaupt hörte. Nachdem Bert den Anker unten hatte, der zwar nicht hielt aber ein schnelles Abtreiben verhinderte, versuchten wir die Hydraulikanlage des Ruders wieder gangbar zu machen. Was auch gelang, zwar schwergängig aber wir hofften bis in die Marina zu kommen. Zwischendurch kam die Wasserschutzpolizei längsseits und blieb bei uns bis wir heile im Hafen lagen.

Während des Winters waren wir fast jedes Wochenende an Bord, der Motor musste Winterfest gemacht werden. Das gesamte Wasser aus Tank und Leitungen herausgebracht werden. Immer wieder kamen wir auch mit neuen Teilen an Bord.

Mal eine neue Heizung, mal ein „neuer“ Plotter, ein neuer Sitz für den Steuermann und eine Konstruktion mit der wir unser defektes Hydraulikgetriebe umgehen konnten.

Eine Woche vor Ostern 2019 ging es weiter. Vor uns lag nun noch die Loreley und das Binger Loch. Stromaufwärts hatten wir vor Beidem gehörigen Respekt.

Aber alles ging gut und so legten wir am Ostermontag in Rüdesheim an.  Wieder musste eine Pause gemacht werden und erst vier Wochen später ging es auf die letzte Etappe. Bei herrlichem Wetter konnten wir diese letzten Kilometer wirklich genießen, auch Buddy hatte sich an das Bordleben gewöhnt.

Mitte Mai bogen wir, bei Rheinkilometer 440 bogen wir in den Lampertheimer Altrhein ab. Noch 3 Kilometer und wir waren wieder dort angekommen wo wir ziemlich genau 10 Jahre vorher losgefahren waren.

Der Anfang

Anjuli Bai

Ist eine Nauticat 33, von der Siltala Werft in Finnland. Sie gilt bei vielen als Motorsegler und ist mit ihrem Ford Lehmann 80 PS auch gut motorisiert.

Bei einem Baujahr von 1978 hat sie die Baunummer 588 und ist ein wenig in die Jahre gekommen. Die Nauticat 33 ist 10,20m lang, 3,30m breit und hat einen Tiefgang von 1,25m.

Eigentlich ….

Eigentlich wollten wir kein Boot mehr. Nachdem wir 2015 zurück nach Deutschland kamen war das Thema Boot abgehakt. Ein Wohnmobil musste her. Unsere „Biene“ hatten wir ungefähr ein Jahr lang bis wir an einem Wohnmobilstellplatz an der Müritz in eine Marina kamen.

Ein halbes Jahr später war die „Biene“ verkauft und wir Besitzer eines recht großen Motorbootes. Aber irgendwie…

Damit war auch der Verbleib dieses Bootes nicht sehr lange und wir hatten einen Wohnwagen. Damit waren wir im August 2018 im Urlaub in Holland.

Wir machten Ausflüge und irgendwie landeten wir immer wieder in verschiedenen Marinas. Da stand sie dann aufgebockt an Land und wir konnten nicht anders als sie uns genauer anzuschauen.

Nein, wir wollen nicht noch einmal ein altes Schiff renovieren. Oder vielleicht doch? Den Rest unseres Urlaubs verbrachten wir mit täglichen Besuchen bei dem Yachtbroker. Irgendwann entschlossen wir uns dazu, sie im Wasser zu testen. Einen Tag später schwamm sie am Steg als wir kamen und einer Probefahrt stand nichts mehr im Weg. Was für ein Gefühl.

Natürlich nahmen wir uns noch Zeit und auch der Preis musste noch stimmen.

Als wir unseren Urlaub beendeten waren wir wieder Eigner eines Segelbootes.