Von Senheim nach Traben Trabach

12.August 2021 Tag 6

Die Temperatur an diesem Morgen betrug 16 °C und wieder war es leicht nebelig. Um 8: 30 Uhr machten wir die Leinen los und fuhren aus dem Hafen heraus.

Über den Verkehr auf der Mosel machen wir uns nicht mehr so große Gedanken, es ist kaum etwas los.

Wir passierten den Ort Bremm mit den angeblich steilsten Weinhängen Europas. Leider war die obere Hälfte durch den Nebel noch verdeckt.

Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir die Schleuse Aldegund.  Der Schleusenwärter schlug uns vor, an der Spundwand fest zu machen, es würde noch dauern, sie müssten reparieren. Das nahmen wir gern an. Kaum hatten wir, im Schatten, an der Wand fest gemacht ging das Theater los.

Scheinbar holte man die Kammer herunter, das Wasser aus dem Tor strömte mit Macht heraus. Wir lagen wirklich am äußersten Ende und dennoch kam so viel Zug auf die Leinen, das wir Angst um unsere Winsch hatten, an der die Leinen lagen. Motor wieder an, Leinen alle los und weg dort.

Kurz darauf durften wir allerdings alleine schleusen, der Schleusenwärter hatte unser Manöver mitbekommen und uns angefunkt. Er macht auf Grün und wir sollen in die Mitte der Schleuse fahren.

Eine knappe halbe Stunde später fuhren wir im Oberwasser der Schleuse wieder heraus, mit Dank an den Schleusenwärter.

Etwas später kamen wir an folgendem Schild vorbei:

100 Kilometer auf der Mosel lagen hinter uns.

Der Tag war noch nicht zu Ende, die nächste Schleuse wartete auf uns. Von der Schleuse Enkirch bekamen wir die Information: wartet auf die „Kröver Reich“, alles okay, wann kommt denn die? Antwort: keine Ahnung sie ist angemeldet, macht noch mal fest. Das hatten wir doch schon einmal.

Diesmal machten wir an einem Steiger für die Passagierschiffe fest und ich konnte mit Buddy kurz raus. Auf unserem AIS sahen wir das Passagierschiff näherkommen und legten später wieder ab. Zum Glück, denn die wollte noch an genau den Steiger. Alles gut gegangen und nach einer guten dreiviertel Stunde waren wir wieder aus der Schleuse heraus.

Schon 10 Minuten später erreichten wir den Schutzhafen in Traben Trabach. Auch dort hatten wir reserviert und wussten den Steg an den wir gehen sollten.

Nach 38,4 Kilometern und 5:20 Stunden waren wir wieder fest.

Buddy ist es auch ziemlich warm.

Damit es ein wenig kühler im Boot wird haben wir uns eine „Klimaanlage“ gebaut.

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