LED Lampen

„Wir leben in einer Höhle“, war ein Ausspruch während des Winters in Düsseldorf. Es stimmt schon, uns fehlte Licht, Schummerlicht ist ja mal ganz nett aber nicht, wenn man wirklich etwas sehen will. Da musste etwas Anderes her.

Bestellt haben wir uns LED Lampen, die vielleicht nicht schiffig wirken, aber sie machen Licht. Das ist für uns das Wichtigere. Probeweise haben wir einige verbaut und sind mit dem Ergebnis recht zufrieden.

Noch fehlen Lampen im Heckbereich und auch im Bug möchten wir nicht mehr im Dunkeln herumsuchen müssen. Im Steuerhaus und unten im Salon werden noch LED Lampen mit Rotlicht angebracht, erfahrungsgemäß sehen wir bei Nachtfahrten damit besser.

Nach mehreren Diskussionen haben wir uns dazu entschlossen diesmal einen Brotbackautomaten mit zu nehmen. Eigentlich hier nicht erwähnenswert aber wir haben uns überlegt wo wir den am besten hinstellen und dabei festgestellt, dass wir im Bereich der Küche nicht eine 220V Steckdose haben. Das geht gar nicht! Allerdings gestaltete sich das Anbringen einer Steckdose nicht so ganz einfach. Es ist kaum Platz vorhanden, jetzt sitzt sie versteckt neben dem Boiler und ist kaum zu erkennen.

Um den Automaten auch unterwegs, zumindest mal auf den französischen Kanälen, zu betreiben müsste der Strom über den Inverter ausreichen.

Bugspriet

Nachdem wir ja leider feststellen mussten, dass sich das Holz an der Reling direkt vor dem Bugkorb in Wohlgefallen aufgelöst hatte und nur noch die sichtbare Leiste wirklich gut war musste etwas getan werden.

Mit Hilfe von Hartholzstücken und 2 mm Edelstahlplatten, die von außen und von innen angebracht wurden, konnten wir das Stück wieder stabilisieren.

Buddy musste alles genauestens beobachten.

Danach brachten wir das umkonstruierte Bugspriet wieder an und nun kann die Ankerkette in einer Flucht laufen, zumindest sieht es so aus, probiert haben wir das noch nicht da muss erst einmal eine neue Kette her.

Unsere vordere Luke haben wir mal testweise mit dem Teak-o-Bright von Epifanes© behandelt, jetzt wollen wir beobachten wie es sich über den Winter verhält.

Der Kampf mit der Welle und Anderes

Nein, wir haben die Welle noch immer nicht draußen. Weiterhin sperrt sich die Kupplung und lässt sich nicht entfernen. Der Dreibeinabzieher erwies sich als zu klein, der danach gekaufte Zweibeinabzieher ist zwar groß genug und hat, laut Hersteller eine Kraft von 5 T. Allerdings stört das unser Kupplung wenig. Jeder den wir fragten hatte den Tipp „heiß machen“. Okay, wir sind ja willig. Mit Hilfe einer Lötflamme machten wir uns an die Aktion: wie mache ich das heiß genug damit es sich so weitet bis es runtergeht. Möglichst ohne das Schiff abzufackeln. Motorraum Abdeckung abmachen, Feuerlöscher zurechtgestellt, Pütz mit Wasser in Greifnähe von mir, nasse Lappen um die Welle gelegt und los ging es.

Leider ohne Erfolg, zuletzt wurde die Edelstahlwelle schon heiß und das war nicht der Sinn der Erfindung.  Scheinbar benötigen wir doch mehr Zugkraft. Bert fuhr in Lampertheim diverse Werkstätten ab, ohne Erfolg. Entweder man konnte oder wollte uns nicht helfen. In der Karibik haben wir mal gesagt: „Hier hilft dir niemand.“ Das gilt scheinbar auch jetzt hier in Deutschland, das müssen wir irgendwie alleine lösen. Möglichst auch, ohne eine neue Kupplung oder Welle kaufen zu müssen.

Was übrigens auch die Erfahrung mit Schlossern wiederspiegelt. Nachdem tatsächlich zwei Schlossereien jemanden geschickt hatte (von immerhin zehn angeschriebenen) und sich die Vorstellungen im Gespräch, vor Ort am Boot, auch recht gut angehört hatten kam die Ernüchterung. Der Erste meldete sich nicht mehr, auch nicht auf Nachfrage, vom Zweiten bekamen wir ein Angebot das uns nur den Kopf schütteln ließ… völlig utopische Preisvorstellungen.

Nachdem wir dort nicht weiter kamen räumten wir das Innere der Anjuli mal auf, sortierten Streichutensilien aus um zumindest ein wenig Platz zu bekommen. In der Heckkabine hatten wir entschieden, dass das vorhandene Waschbecken weichen muss. Da wir das Bett in der Höhe etwas verbreitern möchten kommen wir an die Tür nicht mehr so einfach dran. Jetzt haben wir die Möglichkeit von oben in den Stauraum zu greifen.

Während wir oben und innen am Werkeln sind gibt es jetzt auch Arbeiten am Unterwasserschiff. Das Abschleifen hat begonnen und wir konnten unser Farbvorstellungen für das Antifouling und den Lack weitergeben. Das ist eine Arbeit die wir nicht selber machen können und auch nicht wollen, das haben wir als Auftrag vergeben.

Daheim kamen die letzten Bücher an und nun habe ich soweit alles beisammen. Beim Durchblättern kommen Erinnerungen hoch und wir freuen uns darauf vieles wieder zu sehen und Neues zu erleben.

Streichen und Rückbau

Tatsächlich konnten wir mal etwas zurück bauen und nicht nur alles abbauen. Zuerst wurden die Scheuerleisten gesäubert. Also mit 240er Papier handgeschliffen und danach mit Edelstahlreiniger zum Glänzen gebracht und wieder angebracht.

Danach die Haken der Reling wieder eingeschraubt und sie endlich fertig und festmontiert. Jetzt fehlt noch die Leine, aber die gibt es erst nächstes Jahr neu.

Klingt alles nicht nach viel Arbeit, hat uns aber glatte zwei Stunden gekostet.

Bevor wir ans Streichen des inneren Schanzkleides gingen musste der Bugkorb herunter. Nur unten konnten die Schweißarbeiten vorgenommen werden. Ein großer Dank geht an Bernie, der sie mit gewohnter Professionalität ausgeführt und dass doch etwas komplizierte Versetzen der Halterungen für die Ankerrolle gut hinbekommen hat. Bevor er allerdings montiert werden kann muss eine neue Baustelle am Bug repariert werden. Beim Abschrauben fiel uns die Holzverkleidung entgegen und wir mussten feststellen, das sich dahinter kein festes Holz mehr befand.

Dafür jedoch mussten lange Schrauben, Edelstahlblech und Stoppmuttern bestellt werden. Erst einmal beseitigten wir den Dreck und konnten so das innere GFK streichen. Es ist wirklich nett, auf den Knien erst alles abzuschleifen, dann zu entfetten und danach alles mit Primer zu streichen. Beim letzten Mal konnten wir dann mit dem 2 K Lack von Epifanes© die erste Schicht auftragen. Das sah schon mal gar nicht so übel aus.

Auch an beiden Türen wurde jeweils ein Teil mit dem Lack gestrichen, so wirkt das Ganze freundlicher.