Das Dach und eine böse Überraschung

Nachdem wir die Dachluke herunter und die alten Befestigungen aus Holz, für die Badeleiter, abgebaut hatten waren wir guter Dinge das Thema „Dachrenovierung“ recht flott hinter uns bringen konnten.

Den Untergrund der alten Holzteile hatten wir mit Epoxy wieder verschlossen. Was auf der Steuerbordseite gut aussah versprach, auf der Backbordseite, zu einem Problem zu werden. Aber das bemerkten wir erst, als wir das nächste Mal an Bord kamen und es klar wurde das diese Seite des Dachs nicht wirklich stabil war.

Dach

Es half alles nichts, diesem Problem musste nachgegangen werden. Vorsichtig entfernte Bert die oberste Schicht aus einem weißen Epoxynetz.

„Ach du Sch***, schau dir das mal an.“

Verrottetes, nasses Holz kam zum Vorschein. Einen Riss in dem Laminat hatten wir gesehen, aber dass dieser solche Auswirkungen hatte war uns nicht klar gewesen. Es half alles nichts, das musste weg.

das war nur der Anfang

So verging ein Nachmittag damit, diesen Rott abzureißen. Zum Glück hatte ein Bootsnachbar einen „Kuhfuß“, ohne ihn wäre es noch schwerer geworden und es sind noch Querstreben aus guten Holz vorhanden, so dass es eine Möglichkeit gab die neue Platte zu befestigen.

schlimm
auch nicht besser
bis auf die Isolierung runter
oh weia

Beim Baumarkt bekamen wir zwei Multiplexplatten in Birke, wasserfesten Holzleim und ein Anruf bei SVB und brachte uns zwei Tage später weiteres Epoxy Harz plus Netz.

Als wir das nächste Mal nach Lampertheim fuhren hatten wir unsere Kreissäge dabei und das Auto wieder voll beladen.

Als erstes jedoch schauten wir nach unserer Dachluke, sie ist jetzt fertig gestrichen und sieht gut aus. Das Benaröl UVR ist wasserfest, dauerelastisch und es glänzt wie Lack, was es aber nicht ist. Bisher sind wir sehr zufrieden.

fertige Dachluke

Buddy nahmen wir mit an Bord, ein wenig irritiert ist er noch wenn es die Leiter hochgeht aber er liebt es uns bei allem zuzusehen. Ansonsten kontrolliert er, von oben, alle Aktivitäten auf der Werft.

Buddy an Bord

Die beiden Mulitplexplatten wurden zugeschnitten und mit Sika, bzw. Holzleim verklebt.

Schreiner 😉
erstmal nicht schlecht

Am nächsten Tag konnten wir das Wetter ausnutzen und alles Nötige mit Netz und Epoxyharz verkleben. So sollte kein Wassereintritt dort erfolgen können und das Holz ist noch versiegelt.

soweit so gut

Beim nächsten Mal müssen wir weiter schleifen, schleifen, schleifen…

Segel

In den vergangenen Tagen kamen wir nun auch einmal dazu, uns unsere Segel anzugucken. Beim Kauf waren diese alle in diversen Shaps verstaut gewesen und wir haben sie, beim Ausräumen, mit nach Hause genommen.

Bisher hatten wir nur gesehen, dass sie alle Drei die typische braune Farbe der Nauticat Segel haben. Vom Voreigner wissen wir, dass er kaum jemals ein Segel oben hatte geschweige denn überhaupt angeschlagen.

Gespannt schlugen wir das Tuch der einzelnen Segel auseinander und waren angenehm überrascht. Das Groß- sowie das Besansegeln sehen aus als wäre sie kaum benutzt. Die Nähte sind heile und stabil genäht.

Besansegel

Das Vorsegel, eine Rollgenua, ist wohl mal erneuert worden. Ihre Farbe erscheint eher rostfarben als braun. Aber auch sie sieht noch sehr gut aus, aber benutzter als die anderen Beiden.

Großsegel

Gut verpackt liegt jetzt alles wieder in der Garage und wartet auf den Einsatz. Wir sind guter Dinge, dass wir mit diesen Segeln erst einmal gut klarkommen.